Auftakt mit Pauken und Trompeten

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Sommer, Sonne, Kulturgenuss: Das TV-Blasorchester Hergershausens intonierte zum siebten Mal seine Serenaden in der schönen Langfeldsmühle.

Hergershausen - Zum siebten Mal öffnete die historische Langfeldsmühle am Samstag ihre Tore, um im malerischen Ambiente des Innenhofs, dem TV Blasorchester Hergershausens eine Bühne zu bieten. Von Ursula Friedrich

Kurz vor Konzertbeginn drängte sich das Publikum in der historischen Hofreite, die im 17. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde, um bei kühlen Getränken einen fulminanten Konzertabend zu erleben. Eine prachtvolle Schau mit der Königin der Blumen, Rosen vieler Züchtungen und Farben, rundeten die visuellen Eindrücke ab.

Mühlenwirt Thomas Winter, der das Immobilien-Ensemble mit viel Herzblut sukzessive saniert, hatte mit seinen Helfern alle Hände voll zu tun, um mehrere Hundert kulturinteressierte Besucher zu verköstigen. Herrliches Sommerwetter machten den Serenadenabend mit den TV-Bläsern zu einer runden Sache. Melodien zum Entspannen, Träumen und Mitswingen intonierte das Orchester unter Leitung von Dirigent Matthias Müller. Das Ensemble kann aus einem breiten Repertoire schöpfen, ob klassisch, volkstümlich oder modern. So fand sich auch zu diesem Anlass die passende Konzertliteratur. Sprichwörtlich mit einem fulminanten Auftakt von Pauken und Trompeten entführten die Musiker so ihr Publikum auf eine vielstimmige, internationale Konzertreise.

Mit ihrer Ouvertüre, dem „Marsch des Herzogs von Braunschweig“ – ursprünglich zu militärischen Zwecken im Kampf gegen Napoleon komponiert – wurden die Zuhörer eingestimmt. Das harmonische Zusammenspiel der Musiker zeigte sich auch bei der Interpretation aus der komischen Oper, der „Nürnberger Puppe“, Werken von Ralf Vaughan Williams und mehr. Mit Snacks und deftigen Menüs aus der Mühlenküche wurde der Wellnessabend abgerundet.

Ein gelungener Konzertabend, der mit feiner Musik vor heimischer Kulisse punktete – und ein Ausschweifen in die Kulturmetropolen überflüssig macht. Denn hier gab es Kultur pur auf nostalgischer Open-Air-Bühne sogar zum Nulltarif.

Quelle: op-online.de

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