Über 110 Selzers unter sich

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Mal etwas anderes, nicht zum Familienfoto, sondern zum Sippenfoto formierten sich die Selzers.

Langstadt - Es dauert ein Weilchen, bis sich alle fürs Familien- oder besser Sippenfoto aufgestellt haben. Kein Wunder, schließlich sind zum siebten Selzer-Sippen-Treffen ins Schützenhaus von Langstadt über 110 Personen gekommen. Von Ulrike Bernauer

Nicht nur die Zahl der Mitglieder ist beeindruckend, groß ist auch das Altersspektrum der Menschen, die sich vor der Kamera versammeln. Die Jüngste, Isabella Hauck, ist gerade fünf Wochen alt, die Älteste, Dina Döring, wird im Oktober 90 Jahre.

Seit 30 Jahren trifft sich die Selzer-Sippe, deren Stammeltern Johann Nikolaus Selzer sowie seine Frau Anna Elisabeth, geborene Sauerwein, vor über 150 Jahren geboren wurden. Sie hatten sieben Kinder, fünf davon sorgten für Nachkommen, die sich bis zum heutigen Tag fleißig vermehrten. Beim Sippentreffen, das alle fünf Jahre stattfindet, sorgten farbige Bändchen für die Kennzeichnung der einzelnen Linien. Die meisten trugen blaue Schleifchen, Adam Selzer, einer der Söhne des Stammpaares, hatte mit acht Kindern schon im vorletzten Jahrhundert für die meisten Nachkommen gesorgt.

Begründet hatte vor 30 Jahren Erich Selzer dieses Groß-Familientreffen. „Er hatte keine Lust mehr, seine große Verwandtschaft immer nur auf dem Friedhof zu treffen“, sagt Ruth Selzer-Breuninger. Die Babenhäuser Pfarrerin hat zusammen mit Waltraud Müller das Treffen organisiert, die beiden Frauen haben diese arbeitsreiche, aber erfreuliche Aufgabe von ihren Vätern übernommen.

Für das Treffen, das viele persönliche Gespräche ermöglicht, hatten sie auch ein Programm erarbeitet. Getroffen hatten sich die Selzers schon am Morgen zu einem Gottesdienst in der Langstädter Kirche, anschließend ging es auf den Friedhof, um der Verstorbenen zu gedenken. Hier ruhen viele der Selzers. Obwohl es manchen auch in die Ferne verschlagen hat, sind die meisten doch recht bodenständig und wohnen in Langstadt oder in Kleestadt, wo auch das Stammelternpaar seinen Wohnsitz hatte.

Neben dem persönlichen Gespräch, in dem sich die Mitglieder auf den neuesten Stand bringen lassen, gab es auch ein von Lilli List moderiertes Gespräch. Alt und Jung erzählten sich hier gegenseitig, wie die jeweiligen Tagesabläufe aussehen oder auch vor 50 Jahren ausgesehen haben. So mancher der vielen jungen Besucher staunte, als er hörte, wie viel Mühe früher die Feldarbeit machte.

Gesangsvorträge und sogar ein Theaterstück standen ebenfalls auf dem Programm. Natürlich alles von sippeneigenen Sängern und Darstellern, schließlich beweist das Gruppenfoto die Sippengröße.

Logisch, dass bei den Selzers viele Talente nicht nur schlummern, sondern auf den verschiedensten Gebieten auch aktiv sind.

Quelle: op-online.de

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