Bürger können sich ein Bild machen

Babenhausen (st) - Reisende haben es am Babenhäuser Bahnhof nicht leicht – und diese Misere war schon des Öfteren Gegenstand von Presseartikeln: An den Gleisen fehlen barrierefreie Zugänge, das Reisen mit Rollstuhl, Kinderwagen oder mit dem Rad ist beschwerlich.

Wer vor den Bahnhof tritt, muss sich erst einmal zurechtfinden: Wo geht es in die Innenstadt? Wo fährt mein Bus ab? Der Umstieg von der Bahn in den Bus bedeutet oftmals die Überquerung viel befahrener Straßen, lange Wege und Wartezeiten an verschiedenen Ampeln. Die Pendler, die mit dem Auto zum Bahnhof kommen, um dann auf den Zug umzusteigen, finden nur schwer einen Parkplatz. Und die, die gar nicht reisen, wollen sich auch nicht mit dem derzeitigen Äußeren des denkmalgeschützten Bahnhofs und seiner Außenflächen abfinden.

Diese gestalterischen und funktionalen Mängel im Bahnhofsbereich zu beheben ist das Ziel der Stadt im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau in Hessen“. Seit einigen Jahren schon liegt dazu ein Planungskonzept der Architekten und Stadtplaner „WerkStadt“ in Kooperation mit dem Verkehrsplanungsbüro „Mörner + Jünger“ vor. Das von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Konzept konnte allerdings wegen fehlender finanzieller Mittel seither nicht verwirklicht werden. Mit dem Stadtumbauprogramm besteht nun die Chance, Fördermittel des Bundes und des Landes für die Verwirklichung der Planungen einzusetzen.

Die konkrete Umsetzung soll in mehreren Bauabschnitten erfolgen: Für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs liegt bereits eine Entwurfsplanung vor, die in Kooperation zwischen dem Land Hessen, der Stadt Babenhausen, dem RMV und der Deutschen Bahn AG realisiert werden soll. Die Modernisierung der Bahnsteige, der Einbau von Aufzügen an den Bahnsteigzugängen und die Schaffung einer neuen Fußgängerunterführung mit Gleiszugang zwischen Bahnhofsvorplatz und Aschaffenburger Straße sind hier die wesentlichen Elemente.

Babenhäuser haben die Chance auf Einblick

Für den Bereich des nördlichen Bahnhofsvorplatzes hingegen hat das Planungsbüro Focht einen Entwurf erarbeitet, der unter anderem die Schaffung eines Kreisverkehrsplatzes an der Kreuzung Hindenburgstraße –Bouxwiller Straße – Platanenallee sowie die Zusammenführung der Bushaltstellen links und rechts der Grünanlage am Bahnhof vorsieht. Diese Vorplanung soll im April im Bauausschuss der Stadt diskutiert werden.

Vorher möchte die Stadt aber allen Bürgern die Gelegenheit geben, sich ein eigenes Bild von den vorgeschlagenen Maßnahmen zu machen. Hierfür sind alle Interessierten für Samstag, 31. März, von 14 bis 17 Uhr eingeladen, sich vor Ort über die Planungen zu informieren und mit Vertretern der Stadt sowie des Stadtumbaumanagements der NH/ProjektStadt zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet direkt am und im Bahnhof statt; „The Coffee Shop“ im Bahnhofsgebäude hat in dieser Zeit geöffnet. Nähere Informationen zur Veranstaltung erhalten Interessenten bei Katharina Freckmann vom Fachbereich Bauwesen (06073/60265).

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Rainer Sturm/pixelio.de

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