Umweltzentrum als Kernstück

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Entlang der Gersprenz soll es Stationen für Tagestouristen, Einheimische und Umweltfans geben - zusammenhängend wie an einem Band.

Babenhausen ‐ Es könnte ein weiterer Service im städtischen i-Punkt sein, eine Station in der Reinheimer Naturschutzscheune, in der Babenhäuser Stadtmühle oder aber gleich ein Neubau, irgendwo im Landkreis. Von Stefan Scharkopf

Je nachdem, wie Geld zur Verfügung steht, wie viele Spender und Sponsoren gewonnen werden können - ein paar zehntausend Euro für eine Infostation oder ein Neubau für eine Million. Eingesetzt werden soll das Geld für ein Umweltbildungszentrum, das als das i-Tüpfelchen für das „Wassererlebnisband Gersprenz“ zu verstehen ist. Wie berichtet, hatte Babenhausen den Wettbewerb „Angepasst im Klimawandel - Pilotraum gesucht!“ gewonnen. Daraus ist als Teilprojekt das sogenannte „Wassererlebnisband“ entstanden (siehe blauen Kasten).

Für Babenhausen ist die Projektgruppe „Lebensqualität“ innerhalb der AG Stadtmarketing mit Wilfried Müller, Andreas Bludau und Kurt Schlösser federführende Akteurin. Beim „Wassererlebnisband Gersprenz“ geht es darum, ein breites Angebot an Erlebnissen rund um das Thema Wasser zu konzipieren und diese untereinander zu vernetzen, auch mit den anderen Kommunen an dem rund 50 Kilometer langen Fluss. Das „Erlebnisband“ soll regionale Identität stiften, gleichzeitig wird das Wasser als wichtiges Potenzial für Lebensqualität, Freizeit, Tourismus, Einzelhandel und (Land-)Wirtschaft in den Mittelpunkt gerückt.

Als Schwerpunkt ist dabei eben an die Gründung eines Umwelt- und Klima-Bildungszentrums gedacht, in dem Schulklassen, Kinder-, Jugend- und andere Interessengruppen Umweltbildung erfahren und Tagestouristen anziehen soll.

Wer die Machbarkeitsstudie im Detail nachlesen möchte, kann das auf der Internetseite der Stadt tun.

Die Stadt hatte eine Machbarkeitsstudie im Rahmen der Maßnahmen der Leader-Region Darmstadt-Dieburg in Auftrag gegeben. „Leader“ ist ein regionales Entwicklungskonzept der EU, das Fördergelder zahlt. Die Gersprenz ist die Wasserader im östlichen Landkreisteil. An ihr lässt sich die Entwicklung des Klimawandels gut nachvollziehen - vom feuchten Quellgebiet bis zum relativ trockenen Babenhäuser Raum. Gleichzeitig ist die Region aber auch in touristischer und wirtschaftlicher Hinsicht interessant. Sämtliche Kriterien wurden jetzt zu einem einheitlichen Konzept zusammengefügt. Ziel ist es, die Ressource Wasser erlebbar zu machen.

Frank Uwe Pfuhl vom Ingenieurbüro LandKonzept stellte die Studie am Dienstag in der Stadtmühle vor. Mit deren Hilfe wird das Gesamtprojekt mit seinen Einzelvorhaben auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit überprüft. Untersucht werden soll, ob neue und bestehende Projekte in das Projekt „Wassererlebnisband“ integriert und wie neue Akteure für Einzelvorhaben gefunden werden können. Beteiligt können Vereine, Naturschützer bis hin zu Gastronomen sein.

Das Regionalmanagement Ländlicher Raum, angesiedelt beim Landkreis Darmstadt-Dieburg, will nach den Sommerferien Vertreter der Kommunen und weitere Akteure einladen, um die nächsten Schritte zu besprechen. Das „Wassererlebnisband Gersprenz“ soll mit Leben erfüllt werden und kein Papiertiger sein.

Quelle: op-online.de

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