Unbestellte Dessous per Post

Hergershausen ‐ Die Verwunderung war groß, als der Postbote ein Päckchen mit einem besonderen Inhalt brachte: Denn die rosafarbenen Frauendessous in dem an seine Gattin adressierten Paket habe weder er noch seine Ehefrau bestellt, erzählt ein Leser aus Hergershausen. Von Niels Britsch

Also schickte er die erotische Unterwäsche wieder an den Absender zurück, ein Unternehmen mit Sitz in der Stadt Lausanne in der Schweiz. Anderthalb Jahre sei dies nun her, der unbestellten Ware sei damals eine Rechnung von 7,90 Euro beigefügt gewesen, seit diesem Zeitpunkt habe er immer wieder Zahlungsaufforderungen per Post erhalten, die er jedoch stets ignorierte.

Bis er nun das Schreiben eines Inkasso-Unternehmens erhielt, das einen Betrag von 66,57 Euro eintreiben möchte. „Daraufhin habe ich einmal beim Postamt nachgefragt, ob andere Kunden ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Dort wurde mir bestätigt, dass mehrere Damen eine ähnliche Sendung mit unbestellter Ware erhalten und wieder zurückgeschickt haben“, erzählt der Hergerhäuser.

„Wer eine Rechnung erhält, ohne jemals Ware zugeschickt bekommen zu haben, kann Anzeige erstatten. Dazu fordern wir die Betroffenen sogar auf, denn dann liegt ein Betrugsverdacht vor“, informiert Marc Wuthe, Pressesprecher der Polizei. Anders verhalte es sich in den Fällen, in denen die Betroffenen tatsächlich Artikel zugesendet bekamen: „Da ist ein Betrugsversuch dann eher unwahrscheinlich.“

Ute Bitter, Pressesprecherin der Verbraucherzentrale Hessen verweist auf Paragraph 241a des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Durch die Lieferung unbestellter Ware entsteht kein Vertragsverhältnis. Darauf sollte der Verbraucher sich berufen.“

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Andreas-Bouloubassis / Pixelio

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare