Mitglieder halten Nachbarn für unschuldig

Verein will Doppelmord erneut untersuchen lassen

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Babenhäuser Doppelmord vor neun Jahren: Bild vom Tatort.

Babenhausen - Der Verein Monte Christo will erreichen, dass der vor neun Jahren verübte Doppelmord an einem Ehepaar aus Babenhausen juristisch neu aufgerollt wird. Die Initiative bemüht sich um die „Abschaffung offensichtlicher Missstände in der deutschen Justiz“.

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Die Mitglieder halten den wegen des zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilten Nachbarn des Paars, Andreas Darsow, für unschuldig - daher soll kommende Woche beim Landgericht Darmstadt ein Wiederaufnahmeantrag für ein neues Verfahren eingereicht werden. Das kündigte der Verein heute an. Der Mann (62) und die Frau (58) waren im April 2009 im südhessischen Babenhausen erschossen worden. Die damals 37 Jahre alte behinderte Tochter überlebte knapp.

Anja Darswo, die Ehefrau des verurteilten Nachbars, kämpft gemeinsam mit dem Strafverteidiger Gerhard Strate um die Unschuld ihres Mannes. Der Verein Monte Christo ist dabei an ihrer Seite. Er gründete sich nach der Verurteilung Darsows 2011, um ihm, aber auch allgemein alle zu unterstützen, die „unschuldig in die Mühlen der Justiz geraten“ sind.

Das Landgericht Darmstadt sprach den damals 41 Jahre alten Darsow schuldig, Motiv soll jahrelange Lärmbelästigung gewesen sein. Der Bundesgerichtshofs bestätigte später das Urteil. Die Ehefrau des Verurteilten setzt sich seit mehreren Jahren dafür ein, dass der Fall neu aufgerollt wird. Die rechtlichen Hürden dafür sind aber hoch. (dpa)

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Quelle: op-online.de

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