Außerordentliche Versammlung

Vereinsgremium orientiert sich neu

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Das Altstadtfest, hier eine Aufnahme des vergangenen Jahres, gehört zu den großen Traditionsveranstaltungen des Babenhäuser Vereinsgremiums. Wie die zahlreichen Arbeiten und Aufgaben rund um das Fest in Zukunft besser verteilt werden können, war ein Thema der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Babenhausen - Zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereinsgremiums am Mittwochabend sind auch Vertreter aus den Stadtteilen eingeladen worden. Denn man will sich neu aufstellen und mit den Ortsteilen stärker kooperieren. Von Petra Grimm

Bürgermeister Joachim Knoke moderierte die Diskussion, die einige Lösungsansätze lieferte. Auf der Tagesordnung der Sitzung im Klubraum des Turnvereins Babenhausen (TVB) standen nur zwei Punkte: Gemeinsam eine neue Orientierung finden und die Arbeit des Vereinsgremiums grundsätzlich optimieren. Was sehr allgemein klingt, brachte Klaus Mohrhardt, im Vorstand der Schlossfreunde und des Blasorchesters, auf den Punkt. Er nannte zwei Problemfelder, die sich bei der vergangenen Gremiumssitzung im Januar gezeigt hätten: „Zum einen die Überforderung des Vorstands und zum anderen die Unzufriedenheit einiger Mitglieder, beispielsweise über den Plakettenverkauf am Fastnachtszug. Eine Tätigkeit, die vielen lästig ist“. Der Plakettenverkauf wurde kurz abgehandelt. Man verständigte sich darauf, eventuell das Seligenstädter Modell mit festen Kontrollpunkten am Zug zu übernehmen. Dadurch könne der Umweg über die Vereinsmitglieder, die im Vorverkauf oder beim Umzug wie fliegende Händler unterwegs sind, vermieden oder die Belastung  verringert werden.

Um den Vorstand mit Helmut Fendt an der Spitze zu erweitern und dadurch die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, müsse die Satzung nicht geändert werden, sagte Mohrhardt: „Die Bildung von Fachausschüssen, beispielsweise für die Organisation von Großveranstaltungen, entspricht der Satzung“. Er schlug darüber hinaus vor, die Personaldecke des Gremiums durch die Einbindung der Stadtteilvereine zu vergrößern.

Die Bildung von Fachausschüssen für die Organisation des Altstadtfestes, des Fastnachtszugs oder auch für die Terminkoordination fand schnell allgemeine Zustimmung. Ein greifbarer Erfolg der zweistündigen Sitzung ist zweifellos, dass sich für einen Fachausschuss zur Erneuerung des Gremiums gleich drei engagierte Vereinsmenschen fanden. Neben Klaus Mohrhardt werden Andreas Bludau, der Vorsitzende der Handballer der SG Rot-Weiss, und Manfred Kunkel, der Vorsitzende des Gesangvereins Eintracht, an der Neuorientierung arbeiten.

Über die Frage, wie es gelingt, die Vereine aus den Stadtteilen mit ins Boot zu holen, entbrannte eine rege Diskussion, die ihren Konsens in der Feststellungen fand, dass man im persönlichen Gespräch auf die Stadtteilvereine zugehen müsse, um die Ideen für eine bessere Zusammenarbeit dort vorzustellen. Ob eine bessere Kooperation am Ende in Form von themenbezogenen Runden Tischen oder sogar als Mitgliedschaft im Babenhäuser Vereinsgremium funktioniert, müsse man im Austausch feststellen. Für mehr Informationen und direkte Kommunikation warben auch der Sickenhöfer Ortsvorsteher Friedel Sahm und der Hergershäuser Anglervorsitzende Michael Jaust, die als einzige Vertreter aus den Stadtteilen an der Sitzung teilnahmen. Knoke schlug vor, eventuell einen Ausschuss zur Integration der Stadtteilvereine zu bilden und dieses Thema behutsam anzugehen, „um kein Porzellan zu zerschlagen und gewachsene Strukturen nicht zu zerstören“.

Nacht der Lichter in Babenhausen: Bilder

„Es muss für alle Vereine im Stadtgebiet sichtbar werden, was sie davon haben, im Gremium mitzuarbeiten“, sagte Wulf Heintzenberg vom Luftsportclub.

Der Satzungszweck des Babenhäuser Gremiums, der in der Wahrnehmung der Interessen der Vereine, der Terminkoordination und der Durchführung von Traditionsveranstaltungen liegt, müsse über die Grenzen der Kernstadt hinausgetragen werden, so der Bürgermeister.

Bis zur Jahreshauptversammlung des Gremiums am 10. April wird sich der Vorstand überlegen, was kurz-, mittel- oder langfristig erledigt werden kann. Ein Anfang in Sachen Neuorientierung ist definitiv gemacht.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Das Gremium

Insgesamt 17 Vereine der Kernstadt finden sich unter dem Dach des Babenhäuser Vereinsgremiums, der seit Ende der 50er Jahre tätig ist. Ziel ist es, den Brauchtum zu pflegen, Termine der Vereine zu koordinieren und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Vereinen zu fördern. Zu ihren Traditionsveranstaltungen gehören der Fastnachtszug und das Babenhäuser Altstadtfest. Nun soll auch die Zusammenarbeit mit Vereinen der Ortsteile gestärkt werden. (yfi)

Quelle: op-online.de

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