Verkehr an der Stadtmauer rollt wieder

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Symbolisch durchschnitt Bürgermeisterin Gabi Coutandin gestern das Band zur Freigabe der Straße „An der Stadtmauer“ für den Verkehr. Für die Bummelgass gelten jetzt wieder die üblichen Verkehrsregeln.

Babenhausen - „Auf der grünen Weise kann jeder bauen“, sagt Heinrich Grimm vom Fachdienst Bauwesen der Stadt, „aber im engen Altstadtbereich ist das eine echte Herausforderung. Ohne kleine Blessuren geht es nicht, aber alles ist so gut wie unfallfrei verlaufen.“ Von Stefan Scharkopf

Sein Blick geht anerkennend in Richtung von Dieter Aumann, Chef des gleichnamigen Babenhäuser Unternehmens, das bei der Altstadtsanierung ausführende Firma war. Aumann gab das Lob gleich an seine Mannschaft weiter.

Gestern durchschnitten Grimm, Aumann und Bürgermeisterin Gabi Coutandin, umringt von Vertretern der städtischen Fachdienste und des Magistrats symbolisch ein rot-weißes Absperrband an der Straße „An der Stadtmauer“. Danach kann der Verkehr wieder rollen. Damit gelten dann aber auch wieder die üblichen Verkehrsregeln für die Bummelgass. Was noch fehlt, ist der neue Belag im Abschnitt zwischen der Martin-Luther-Straße und der Sparkasse. Der dürfte aber nicht vor 2012 aufgetragen werden, wenn die Landesmittel dazu geflossen sind.

Insgesamt wurden für den Straßenbau 2,9 Millionen Euro ausgegeben, im Altstadtbereich, wo bislang „wildes Parken“ möglich war, sind nun 65 Parkplätze ausgewiesen. Die Bummelgass selbst sowie der Marktplatz sollen von parkenden Autos freigehalten werden (Be- und Entladen ist natürlich erlaubt).

Im Sanierungsbereich der Altstadt sollen die Besucher angeregt werden, zu bummeln und zu verweilen. 25 Bänke wurden aufgestellt, für den Herrngarten werden noch sechs bis acht Stück folgen. 14 000 Quadratmeter Flächen waren zu bearbeiten, 11 500 wurden mit Natursteinpflaster belegt, der Rest asphaltiert. Im Zuge der Straßenarbeiten wurden bei der Altstadsanierung auch Kanalarbeiten erledigt. Bei der offenen Sanierungsvariante wurden 1 000 Meter Hauptkanal und 2 300 für Sinkkästen und Hausleitungen sowie 66 Schächte erneuert. Dafür waren 1,5 Millionen Euro fällig. Im geschlossenen Bereich wurden 1600 Meter Kanal mit sogenannten Inlinern durchzogen. Kosten dafür: 365 000 Euro.

Der letzte Bauabschnitt am Südeingang wurde nach Absprachen mit Anwohnern und Gewerbe in die Osterferien verlegt. Jetzt ist die Maßnahme fünf Wochen früher fertig als ursprünglich geplant. Heinrich Grimm: „Wir haben den Bauzeitenplan eingehalten - wie übrigens bei allen Maßnahmen. Jetzt konnten wir die Vorgabe sogar unterbieten.“

Die vor Baubeginn gültigen Verkehrsführungen greifen ab heute wieder: Drei Einbahnstraßen und die Pfosten am Schlossplatz sollen die Nutzung der Altstadt für den überörtlichen Verkehr weniger attraktiv gestalten. „Wir versprechen uns davon mehr Verkehrssicherheit für die Fußgänger und Radfahrer und dadurch mehr Aufenthaltsqualität in der Bummelgass und in den Nebenstraßen“, sagte Gabi Coutandin.

Die Straßenarbeiten zur Altstadtsanierung sind nun abgeschlossen. Als nächste Schritte stehen die Ergänzung der Bänke und Blumenkübel an sowie die Realisierung des Lichtkonzeptes. Die attraktivere Gestaltung des Herrengartens soll dann im Herbst in Angriff genommen werden.

Quelle: op-online.de

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