Viele Bussis und noch mehr Spaß

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Adam Knöpp sorgte wieder für ausgelassene Stimmung.

Harpertshausen ‐ Vom geplatzten Gummi an der Unterhose über die heimische Maulwurfplage bis zum Hulahula nach Hawaii wurden rund 200 gut gelaunte Gäste thematisch entführt. Von Ursula Friedrich

Einmal mehr wurde das Harpertshäuser DRK-Heim zur Narrenhochburg. Bei der einzigen Fastnachtssitzung im kleinsten Babenhäuser Stadtteil ging es dabei ganz hoch her. Sitzungspräsidenten Jürgen Sauerwein, ehemals Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, moderierte locker flockig von der Bühne. „Stört es euch wenn isch so laut küss‘?“ flaxte der Sitzungspräsident – der unter neidvollen Blicken manch männlichen Gastes die Ordensverleihung mit vielen „Bussis“ würzte.

Das mehrstündige Bühnenprogramm wurde von alten Hasen in der Bütt, aber auch närrischen Neulingen bestritten. Wegen der über drei Jahrzehnte währenden närrischen Tradition beim DRK verfügt der soziale Verein inzwischen über einen tollen Fundus an Fastnachtsakteuren. Da zog Simone Kühnle mit flottem Mundwerk als Schelle-Kall ordentlich vom Leder. Verstärkt durch den schnodderigen Vortrag der „Mama“ Ingrid Kühnle wurde später das Männervolk ordentlich durch den Kakao gezerrt. „Hier du mers weh un dort dut mehrs weh – alles was Spaß macht des darf mer net mer...“ beklagte sich Adam Knöpp – statt einer hübschen Blondine im Arm sei nun die Wärmflasche auf dem Bauch angesagt. Auch Elisabeth Knöpp, ein altgedienter Fastnachtshase, brillierte mit ihrer Premiere beim Opernball. Ihr Debüt gab Nicole Wagenknecht als Tanzmaus, während DRK-Chef Karsten Kratz und sein Stellvertreter Tobias Brusch auch in der Karnevalszeit als routiniertes Paar harmonieren.

Mit der Aussicht auf „ Tänzerinnen und Gesang, Büttenreden stundenlang“ hatte der Sitzungspräsident nicht zu viel versprochen. Viele Stunden närrische Unterhaltung sorgten im Saal für Hochstimmung. Den tänzerischen Part übernahmen zwar zahlreiche auswärtige Gruppen, so etwa die Mädchen des TSV Langstadt, inzwischen kann das DRK jedoch auch eine eigene Startruppe vorweisen: Die Glorreichen Acht, ein agiles Männerballett, sorgten zu fortgeschrittener Stunde für Hochstimmung.

Jürgen Sauerwein, unterstützt von seinem Ersatzsitzungspräsidenten Tobias Brusch, nahm auch beim Besuch der Bürgermeisterin kein Blatt vor den Mund. Nachdem das Babenhäuser Schwimmbad mit Kutter Jenny ausgestattet wurde und nun eine Boulebahn erhält, kam es aus der Harpertshäuser Bütt‘: „Wenn´s im Schwimmbad jetzt auch noch ne Poolbahn gibt, hätten wir gern en Indoorspielplatz fürs Feuerwehrhaus,“ gab er Gabi Coutandin mit auf den Weg.

Mit weiteren Büttenreden begeisterten an diesem bunten Abend Adam Knöpp mit dem hehren Vorsatz „Isch reg mich nit mehr uff“, Frank Ludwig Diehl als Single, sowie Kerstin Klein und Tobias Brusch als „Sultan und Sultanine“, während Karsten Kratz, Bernd und Jürgen Sauerwein singend die Publikumsgunst eroberten.

Quelle: op-online.de

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