Viele Worte und eine Plakette aus Berlin

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Eine Vielzahl von Ehrungen stand bei der Akademischen Feier wie die silberne Ehrenplakette des Landes Hessen. Unser Bild zeigt die Geehrten für 25 bis 60-jährige Mitgliedschaft.

Babenhausen/Langstadt - Auf zweieinhalb Stunden hatte Rüdiger Manowski vom Festausschuss im Vorfeld die Akademische Feier zum 100. Vereinsjubiläum des TSV Langstadt festgelegt. Am Ende war Sitzfleisch von rund viereinhalb Stunden gefragt. Von Michael Just

Bis um kurz vor Mitternacht reihten sich Grußworte, Ehrungen, Vorführungen, Rückblicke und die Vorstellung der großen Abteilungen des TSV aneinander. Wie Manowski sagte, gehöre eine Würdigung der Historie unabdingbar zu einer solchen Feier und so begann der Abend mit einer ausführlichen Power-Point-Präsentation, bei der auf zahlreichen Bildern gezeigt wurde, wie das TSV-Schiff durch ein Jahrhundert mit leichten, aber auch schwierigen Wassern fuhr. Zu den zahlreichen Informationen gesellten sich über den Abend ein Dutzend Grußworte aus Politik, Sport, Wirtschaft und Kirche. Zusätzlich stellten sich die wichtigsten Abteilungen – Fußball, Tischtennis und Karneval – ebenfalls mit Power-Point-Präsentation vor. Von den auflockernden Einlagen, wie sie eine Kinder-Turn-Gruppe und Garde-Tänzerinnen darstellten, hätte es aufgrund der vielen Worte ein paar mehr gebraucht.

Gelungene Auflockerung zwischen zahlreichen Rednern: Die Nachwuchsturner gaben einen Abriss ihres Könnens.

„Wir brauchen mehr Angebote für Senioren ab 60“,sagte der Präsident des Hessischen Turnverbandes, Rolf Dieter Beinhoff, und erinnerte an die ältesten Teilnehmer des Deutschen Turnfestes in Frankfurt mit fast 90 Jahren. Parallel müsse man auch die Kontakte zu den Kindergärten stärken und dafür sorgen, dass sie eine turnerische Ausbildung bekommen – auch als Grundlage für andere Sportarten, die sie später einmal betreiben sollten: „Wer einmal in der Turnstunde gelernt hat, zu fallen, für den sinkt die Verletzungsgefahr, wenn er später im Strafraum ‚gelegt’ wird.“ Mit dem Jubiläum verband der Präsident den Wunsch, dass sich die Übungsleiter des TSV stetig weiterbilden. „Meine Übungsleiter waren noch alte Turn- und Leichtathletik-Veteranen. Das reicht heute nicht mehr.“ So müsse die Bewegung in der Gegenwart als auch in der Zukunft richtig angeleitet werden und methodische Aufgaben erfüllt werden.

Jürgen Emig, der Vertreter des Kreises, überreichte dem Verein eine Auszeichnung des Landes Hessen und überbrachte im Namen von Roland Koch die silberne Ehrenplakette des Landes. Zuvor wurde mehrfach an die Ehrung erinnert, die der TSV vor wenigen Tagen im Frankfurter Römer erhielt: Mit der Sportplakette des Bundespräsidenten Horst Köhler wurde der TSV für seine hervorragenden Leistungen im Breiten- und Leistungssport bedacht.

Die Ehrung überbrachte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas Bach. Das besondere an dieser Auszeichnung ist, dass diese jährlich nur drei Vereine erhalten. Dass es dafür engagierte, verantwortungsbewusste und vor allem ehrenamtliche Menschen braucht, daran erinnerte TSV-Vorsitzender Harald Früchtenicht. Dann folgten mehrere Ehrungsabschnitte.

Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Ursula und Werner Bogenberger, Hans Fecher, Gerlinde Rothermel, Jürgen Salzner, Dieter Sauerwein, Jürgen Schmidt und Karl-Heinz Weis geehrt. 60 Jahre sind Helmut Krapp und Erich Ludebühl dabei. Langjährige Übungsleiter in der Abteilung Turnen sind: Elfriede Fischer, Monika Fischer-Krapp, Annette Haberstock, Melanie Dreizehner, Tanja Rau und Petra Richter. Ehrenbriefe des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) erhielten: Helmut Burda, Eberhard Hübner, Erhard Koch, Ralf Schildbach sowie Lothar und Volker Krapp. HFV-Ehrennadeln bekamen: Artur Finke, Ottmar und Martin Fischer sowie Theo Greiner.

Die Tischtennisabteilung zeichnete Günter Salzner für 1 100 Punktspiele aus. Die Spielernadel in Gold des Hessischen Tischtennis-Verbandes wurde Ingrid Brand und Ingeburg Colmar angesteckt. Für den Aufstieg in die Regionalliga Damen gingen die Glückwünsche an Ulrike Colmar-Dingel, Manuela Keiels-Huhnstock, Miriam von Nordheim-Diehl, Kathrin Sachs und Kerstin Segeth.

Quelle: op-online.de

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