Tag der Vereine

Vielfältig und engagiert

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Am Stand des evangelischen Posaunenchors konnten Interessenten Instrumente ausprobieren.

Langstadt - Wer sich in Langstadt langweilt, ist selbst schuld. Das wurde deutlich beim Tag der Vereine, den der Ortsbeirat zum ersten Mal in der Markwaldhalle auf die Beine stellte. Von Petra Grimm

Die Großveranstaltung, an der sich neun Vereine beteiligten, sorgte mit zahlreichen Vorführungen, Mitmachmöglichkeiten und Infoständen für beste Unterhaltung und einen Einblick in das umfangreiche Freizeitangebot für die rund 1 200 Bewohner des Stadtteils. „Wir wollen vor allem auch unseren Neubürgern die Vielfalt zeigen, die das Vereinsleben in Langstadt bietet“, sagte Ortsvorsteher Günther Eckert, der Dirk Alexander Diehl, dem Vorsitzenden des Vereinsgremiums, für sein Engagement dankte. Diehl habe die Veranstaltung gemeinsam mit den Vereinen in nur drei Sitzungen organisiert. Unter den Gästen begrüßte Eckert besonders den Langstädter Handbiker Vico Merklein, dem er im Namen der Dorfgemeinschaft zum Gewinn der Silbermedaille bei den Paralympics in London gratulierte.

Sowohl in der Sporthalle, wo die Besucher Tischtennis, Zumba, Volleyball und anderes sehen und auch ausprobieren konnten, als auch in der Kulturhalle, wo auf der Bühne gesungen und getanzt wurde, war ordentlich was los. Die Freiwillige Feuerwehr, mit 370 Mitgliedern einer der größeren Vereine des Stadtteils, lud neben der Halle zu einem interessanten Selbstversuch ein. Wer wollte, konnte sich mit einer Taschenlampe ausgerüstet in einem völlig verrauchten Zelt, in dem man die Hand nicht vor den Augen sah, auf die Suche nach einer Puppe machen.

Feuerwehr mit Experimenten

Tische und Stühle standen dabei auch im Weg herum. „Da sehen die Leute mal, wie schwierig es ist, den Weg nach draußen zu finden wenn es brennt und die eigene Wohnung verraucht ist“, erklärte der Feuerwehrmann Lukas Müller den Sinn des Experiments, bei dem die Orientierung schwer fiel. „Der Rauch und die Wärme ziehen immer nach oben, deshalb sollte man am besten nah am Boden, auf den Knien oder in der Hocke laufen, um raus zu finden“, empfahl er. Die Feuerwehr hatte auch in der Halle einen großen Stand, an dem sich ihre verschiedenen Abteilungen präsentierten.

Der Infostand der Freiwilligen Feuerwehr.

Wer sich in seiner Freizeit für das Wohl der Allgemeinheit einsetzen will, ist nicht nur bei der Feuerwehr, sondern auch beim DRK richtig. Der 120 Mitglieder zählende Ortsverein freut sich über jedes Neumitglied. „Bei uns kann jeder eine Aufgabe finden, auch ältere Leute. Ein 60-Jähriger, der mithelfen möchte, kann beispielsweise die Plakate für die Blutspendetermine aufhängen“, sagte der Vorsitzende Günther Schmidt. Wer sich im Naturschutz engagieren möchte, ist beim örtlichen Nabu an der richtigen Stelle. Für den Sport in Langstadt ist der TSV zuständig.

Der mit rund 640 Mitgliedern größte Ortsverein, in dem alle Generationen zuhause sind, bietet nicht nur Tischtennis, Fußball und ein abwechslungsreiches Programm in der Abteilung Turnen. In den TSV ist seit 60 Jahren eine Karnevalsabteilung integriert, die während der Fastnachtszeit mit zwei Kostümsitzungen und einer Kindersitzung für närrische Unterhaltung im Ort sorgt und auch außerhalb der fünften Jahreszeit gesellige Veranstaltungen wie den Grenzgang durchführt.

Wer sich musikalisch ausleben will, findet in Langstadt verschiedene Angebote. So präsentierten sich der Gesangverein Liederkranz mit seinem Männer- und Kinderchor, der Kirchenchor war zu hören und am Stand des Evangelischen Posaunenchors durften die Besucher Instrumente ausprobieren.

Die 33 aktiven Musiker zwischen 15 und 70 Jahren sind aus dem dörflichen Leben nicht wegzudenken. Sie begleiten die unterschiedlichsten Veranstaltungen mit passender Musik und bilden auch Nachwuchs an verschiedenen Instrumenten aus. Für entspannende, sportliche Betätigung an der frischen Luft steht der Angelsportverein. Außerdem informierte der Schützenverein Diana über seinen Sport und präsentierte verschiedene Gewehre. Eine gelungene Premiere, bei der die Vereine an einem Strang zogen und sich und ihren Stadtteil engagiert und bunt präsentierten.

Quelle: op-online.de

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