Vier Bände über Beziehung zu Bouxwiller

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In der Stadtmühle kam der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Babenhausen zu seiner Mitgliederversammlung zusammen. Im Mittelpunkt standen zwei Dokumentationen sowie Rück- und Ausblicke.

Babenhausen - Gründlicher und akribischer lässt sich eigentlich kaum arbeiten: Das wurde anhand der beiden Dokumentationen deutlich, die der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Babenhausen, Dr. Klaus Lötzsch, im Rahmen der Mitgliederversammlung vorstellte. Von Michael Just

Die vier Jahrzehnte umfassenden Beziehungen mit Bouxwiller im Elsass füllen ganze vier Bände, die Publikation über die Partnerschaft mit Lichtentanne, die unter der Überschrift „Wiedervereinigung Deutschlands“ steht, beinhaltet zwei Bände.

Schwerpunkt ist in beiden Fällen ein Pressespiegel, den Dr. Klaus Lötzsch, Rolf Kreisel sowie Dr. Georg Effenberger aus Lichtentanne über drei Jahre zusammengetragen haben. „Alles was in irgendeiner Form dokumentiert ist, wurde herausgesucht. Das sind manchmal bis zu 60 Publikationen in einem Jahr“, führte der HGV-Vorsitzende an. Wie er ergänzte, sind diese Chroniken, die aus der engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein entstanden, nicht käuflich zu erwerben, da jeweils nur 20 Exemplare vorliegen. Für Interessierte seien die einzelnen Bände in den Stadt- und Vereinsarchiven aber jederzeit einsehbar. Im Rahmen der Mitgliederversammlung standen keine Neuwahlen des Vorstandes an. Diese finden erst im nächsten Jahr statt. So rückte der Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden in den Mittelpunkt. Der Sickenhöfer erinnerte an das letzte Jahr, als es für den Verein reichlich zu feiern galt: Darunter war der 550. Jahrestag der Hochzeit von Philipp und Anna, die zur Gründung der Grafschaft von Hanau-Lichtenberg führte und damit weitreichend die Existenz von Babenhausen beeinflusste. Auch 150 Jahre Ludwigsbahn und die hessenweite Eröffnung des „Tag des offenen Denkmals“ im Babenhäuser Schloss bestimmten 2008. 2009 sind die HGV-Veranstaltungen nicht ganz so groß, aber trotzdem zahlreich: Neben einem halben Dutzend historischer Vorträge sowie Marktbeteiligungen in Babenhausen und Bouxwiller steht als Höhepunkt eine Theaterfahrt nach Nackenheim zu Carl Zuckmayers „Der fröhliche Weinberg“ an. Die Jahresexkursion wird nach Kranichstein in das dortige Umwelt- und Eisenbahnmuseum führen.

Zu lösen gilt es derzeit für den HGV ein kleines Problem mit dem Finanzamt: „Dort glaubt man, weil wir Bücher drucken und verkaufen, sind wir ein Wirtschaftsbetrieb. Die meisten Bücher geben wir an die rund 400 Mitglieder kostenlos ab und verkauft wird in der Regel nur zum Selbstkostenpreis. Diese ideelle Tätigkeit habe ich dem Finanzamt jetzt in einem längeren Schreiben mitgeteilt“,führte Lötzsch an.

Freudiger war da die Nachricht, dass die HGV-Mitglieder redlich bemüht sind, ihr Wissen und ihre Kompetenz auszuweiten: So nahmen Ute Wittenberger und Ine Reichart an einer Fachwerktagung in Fulda teil. Beide schafften es gerade noch rechtzeitig, zum Beginn der Mitgliederversammlung wieder zurück in Babenhausen zu sein.

Quelle: op-online.de

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