Vorarbeiten für Ausbau der B 26

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Bohrungsarbeiten und die Entnahme von Erdproben aus einem Feld bei Harpertshausen und an anderen Stellen wurden vergangene und diese Woche erledigt.

Babenhausen - Markus Schmitt, Pressesprecher beim Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Darmstadt, gab sich zunächst zurückhaltend, als er unserer Zeitung Auskunft zu dem gab, was sich aktuell an der B26 zwischen Dieburg und Babenhausen tut. „Wir möchten verhindern, dass die Planung schon im Vorfeld zerredet wird“, sagte Schmitt. Von Jens Dörr

Konkret wollte das ASV vorerst nicht mit zwei Dingen an die Öffentlichkeit: Erstens die Vermessung der Strecke vom Ende des vierspurigen Teils bei Dieburg bis zur Abfahrt Sickenhofen, zweitens Bohrungen und Entnahmen von Erdproben auf den Feldern entlang dieser Strecke - jeweils auf der Seite, wo die dann erhoffte dreispurig ausgebaute B26 verlaufen soll. Das ist von Dieburg bis hin zum östlichen Teil Altheims die nördliche Seite der jetzigen - zweispurigen - B26, dann soll den bisherigen Plänen nach die neue Straße auf die Südseite überspringen.

Dort waren bereits am Donnerstag vergangener Woche zwei Messtrupps mit zusammen vier Leuten unterwegs, die in Abständen von einigen hundert Metern Punkte mit GPS markierten. Beauftragt war ein Dieburger Vermessungsbüro. Den ersten Messpunkt setzte das Büro dabei an der Ampel, die das Ende des vierspurigen Teils der Bundesstraße markiert, den letzten Messpunkt bei Sickenhofen.

Die Bohrungen am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche, die mit den Grundstückseigentümern abgesprochen werden müssen, führte eine Firma aus Sachsen durch. Das ASV hatte das Unternehmen mit der Entnahme und Auswertung von Proben aus dem bestehenden Erdreich derjenigen Felder beauftragt, die von einer neuen, dreispurigen B26 durchzogen würden.

„Wir gehen deshalb noch nicht an die Öffentlichkeit, weil noch einiges mit den Trägern öffentlicher Belange abzustimmen ist“,begründete Schmitt. Darunter verstehe er zum Beispiel Landwirte, den Naturschutz und die Bauausschüsse der Städte und Gemeinden, die vom Ausbau der B 26 berührt werden. Man sei aktuell sehr zurückhaltend mit den Informationen an die Öffentlichkeit, weil die Planungen noch nicht endgültig und an den entsprechenden Stellen noch nicht überall abgenickt seien. „Das mussten wir auch der Stadt Babenhausen so mitteilen, von der es eine Anfrage gegeben hatte, weil der Bauausschuss die Planung diskutieren wollte“,sagt Schmitt. Vermutlich im September werde das ASV die Allgemeinheit näher informieren.

In den derzeitigen Plänen des ASV endet der Ausbau der Bundesstraße derweil weiterhin bei Sickenhofen - entgegen beispielsweise den Wünschen des Babenhäuser Stadtparlaments. Dort beschloss im vergangenen Jahr eine große Mehrheit, die B 26 solle nur in Gänze ausgebaut werden, also inklusive einer großen Umgehung Babenhausens. Nur dann wolle man zustimmen.

Die Überlegung seinerzeit: Diese Südtrasse könnte östlich der Kiesgrube Hardt beginnen, zwischen dem Waldrand und der Elb-Schliff entlang führen, die Edmund-Lang-Straße sowie die Schaafheimer Straße kreuzen und an der nördlichen Seite der Start- und Landebahn des Luftsportclubs in Höhe der Einfahrt Aschaffenburger Straße 110 wieder in die B26 einmünden. Verschiedene Meinungen herrschen auch noch darüber, wie die an der Strecke liegenden Ortsteile Altheim (Münster) sowie Harpertshausen, Hergershausen und eventuell auch Sickenhofen anzubinden sind.

Sicher ist zurzeit nur: Es tut sich was an der Straße. Der dreispurige Ausbau wird zumindest am Stück von Dieburg bis Sickenhofen forciert.

Quelle: op-online.de

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