Vorerst gibt es keine Parkplätze

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Auf dem Gelände der Michelsbräu-Brauerei (links im Bild) wird demnächst ein Seniorenheim errichtet. Der Turnverein baut sein Vereinsheim um. Der Magistrat wollte den Grünstreifen in Richtung Bouxwiller Straße als Parkplatz für 96 Autos ausbauen. Das muss nun warten.

Babenhausen ‐ Im Ostring entlang der Lache wird es in Bälde keine neuen Parkplätze geben. Von Stefan Scharkopf

Das Stadtparlament hat es mehrheitlich abgelehnt, bereits 2011 mit der Umgestaltung des vorhandenen Parkbereichs und der Grünfläche an der Ecke Frankfurter Straße/Ostring (Michelsbräu-Parkplatz) zu beginnen. Lediglich die Sozialdemokraten stimmten dafür.

Der Magistrat mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin an der Spitze hatte dafür geworben, das Areal sukzessive auszubauen. Es sollten maximal 96 Pkw-Stellplätze und ein Fußweg entlang der Lache mit Sitzgruppen entstehen. In die Flächen sollten auch Plätze für Wohnmobile integriert werden. Die Gesamtkosten wurden mit 450.000 Euro angegeben, verteilt über die vier Haushaltsjahre 2011 (150.000 Euro) bis 2014 (jeweils 100.000). „Wir brauchen in diesem Bereich eine Entlastung, auch Privatleute klagen über fehlende Parkplätze“, sagte Coutandin.

Die bestehenden Stellplätze Richtung Bouxwiller Straße sollen ausgebaut werden

Demnächst wird auf einem Teil der Michelsbräu ein Seniorenheim gebaut mit 17 bis 18 Stellplätzen innerhalb des Geländes. Für ein Haus mit einer Kapazität von rund 100 Betten könnten die Parkplätze außerhalb knapp werden. In unmittelbarer Nachbarschaft baut der Turnverein seine Vereinshalle um und aus - und will zusätzliche Angebote machen. „Das alles wird den Parkdruck dort noch einmal erhöhen“, sagte Coutandin. Deshalb sollten die bestehenden Stellplätze Richtung Bouxwiller Straße ausgebaut werden. Gut an der Planung sei, so die Verwaltungschefin, dass vier Abschnitte vorgesehen seien, womöglich könne man den letzten auch einsparen. Nachdenken könne man auch darüber, einen Teil der Stellplätze kostenpflichtig zu machen.

Für die Grünen ist die Parkplatzanlage „überdimensioniert“. Mit dem Betreiber des Seniorenzentrums sei bisher kein Gespräch über den tatsächlichen Bedarf geführt worden, so Fraktionschef Frank Ludwig Diehl. Der Grünflächenverbrauch sei zu hoch, lediglich ein schmaler Streifen bliebe noch übrig. Außerdem gebe es keine zeitliche Not.

Keine Wohnmobile vor Seniorenheim, weil zu viel Lärm bei Grillabenden

Kurt Lambert (FWB) und Ingrid Schumacher („Bürger“) äußerten sich ähnlich. Man solle abwarten, bis der Bedarf feststehe. „Dann sollte man alles aus einem Guss machen“, so Lambert. Schumacher zeigte sich von der hohen Zahl von 96 Plätzen überrascht. Die Kosten für die Stadt müssten gesenkt und die Betreiber des Wohnheims beteiligt werden. Friedel Sahm (CDU) hätte erwartet, dass der TVB die Stadtverordneten über seine Pläne informiert. Die Idee, Wohnmobile vor dem Seniorenheim zu parken, lehnte er ab, weil es zu Lärm bei Grillabenden kommen könnte.

Die Anregung von Wulf Heintzenberg (SPD), die Parkanlage zu beschließen, aber noch mal neu zu planen, wurde abgelehnt.

Quelle: op-online.de

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