Wahre Lebensfragen kommen erst

Die besten Abiturienten zeichnete stellvertretende Schulleiterin Birgitta Nübel-Weber aus. Mit dem Notendurchschnitt von 1,2 glänzte Lars Laber, gefolgt von Max Horst mit 1,3 und Talisa Eifert und Pascal Boller, beide mit 1,4 (von rechts). - Fotos: pg

Babenhausen - Hohe Absätze und schicke Abendkleider, die Jungs überwiegend in dunklen Anzügen: Sehr erwachsen und elegant präsentierten sich Freitagabend die Abgänger des Babenhäuser Oberstufengymnasiums. Von Petra Grimm

Sie hatten gemeinsam mit der Schule ihre Familien und Freunde zum Abi-Ball in die Stadthalle eingeladen. Schließlich galt es, das Ende eines wichtigen Lebensabschnitts zu feiern.

Über vier Stunden, inklusive Stärkung am Buffet, dauerte das offizielle Programm mit Videobeiträgen der Schüler, Zeugnisübergabe, Ansprachen, Ehrungen und Musikbeiträgen. Einen gelungenen Auftritt als Moderatoren hatten Kevin Hock und Andrea Schneider in dieser Nacht, für die die Abiturienten das Motto „Abi looking for freedom“ gewählt hatten.

Insgesamt 94 junge Leute erhielten von den Lehrern ihrer Leistungskurse die Reifezeugnisse. Mit Worten des Dankes und kleinen Geschenken würdigten sie das Engagement der Pädagogen.

Die Rede von Christina Martini-Appel, die seit vergangenem Herbst als Schulleiterin an der Bachgauschule im Einsatz ist, kam als Videobotschaft. Sie konnte zu ihrem Bedauern am Abi-Ball nicht teilnehmen, denn als zukünftige Landesbeauftragte von „Jugend debattiert“ war ihre Anwesenheit auf einer Veranstaltung, die zeitgleiche in Berlin stattfand, gefragt. Sie hoffe, dass die während der Schulzeit aufgebauten Kompetenzen in Zukunft nützlich sein werden, sagte sie und griff das Motto des Balls auf. Die Freiheit, endlich machen zu können, was man will und das Leben selbst in die Hand nehmen zu können, sei ein wundervolles Geschenk, mit dem sie bestimmt verantwortungsvoll umgehen werden, sagte sie zu den Schulabgängern. Dazu gehöre auch, einmal im Leben ein Ehrenamt auszuüben, wählen zu gehen und an der Beseitigung von Missständen mitzuarbeiten. „Die wahren Herausforderungen und Fragen des Lebens kommen aber noch“, sagte die Schulleiterin und nannte Berufs- und Partnerwahl oder auch die Überwindung schwerer Lebenskrisen und Krankheiten. Sie wünschte den jungen Leuten Mut, Kraft und Ausdauer für die nächsten Lebensschritte.

„Man lernt während der Schulzeit auf jeden Fall, dass man mehr erreicht wenn man sich gut benimmt und dass Freundlichkeit weiterhilft“, sagte Schülersprecherin Alisha Grunze augenzwinkernd. Sie dankte den Lehrern und wünschte ihren Mitschülern, „dass ihr die Ziele erreicht, die ihr anstrebt“.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten unterhielten hervorragende Musikbeiträge, die Susanne Hock, Sarah Schoberth und Angelina Quinn auf die Bühne brachten. Stehenden Applaus gab es für den Rocksong, den Lehrer Andreas Keil und einige Schüler als „Keil and the Gang“ boten. Chemielehrer Winfried Werner und die Lehrerin Franziska Helmert unterhielten die Gäste mit farbenfrohen Experimenten.

Am Ende des offiziellen Teils ehrte die stellvertretende Schulleiterin Birgitta Nübel-Weber verdiente Musikerinnen des Jahrgangs, die Schüler mit den besten schriftlichen Abiturklausuren und natürlich die besten Abiturienten, die mit ihrem Notenschnitt glänzen. Den besten Abiturschnitt hat Lars Laber mit 1,2 erreicht, gefolgt von Max Horst mit dem Notendurchschnitt von 1,3. Platz drei in der Rangfolge der besten Abgänger teilen sich Talisa Eifert und Pascal Boller mit der Note 1,4.

Schüler, die sich in einem Fachgebiet durch ihre besonderen Leistungen hervorgetan haben, erhielten Preise. Pascal Boller wurde für seine Leistungen in Mathematik und Max Horst in Physik ausgezeichnet. Dr. Gabriele Gottschalk verlieh den Carl-Diercke-Preis an die beiden Erdkunde-Asse Maximilian Beck und Jannis Bußalb. (Bericht über die Verleihung des Forum-Preises des Schulfördervereins folgt).

Quelle: op-online.de

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