Mit „Waka Waka“ ins erste Jahr

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Gespannte Erwartung bei den Neuen an der Babenhäuser Schule im Kirchgarten.

Babenhausen - Die Zahl der Schüler sinkt beständig, gleichwohl werden in der Stadthalle immer mehr Stühle aufgestellt. Nicht nur für die i-Dötzchen ist der erste Schultag ein besonderes Ereignis, sondern auch für die Verwandtschaft. Von Stefan Scharkopf

Deren Zahl steigt jedenfalls kontinuierlich Jahr für Jahr an. 80 Mädchen und Jungen, die Schultüte in der Hand und der noch ungewohnte Ranzen auf dem Rücken, wurden gestern an der Schule im Kirchgarten (KiK) in der Kernstadt mit dem vielzitierten Ernst des Lebens konfrontiert.

Leiterin Silke Schulz-Mandl sprach in ihrer Einführungsrede von neuen Wegen, die die Kinder und deren Eltern nun beschreiten müssten. Eingeführt in ihren neuen Lebensabschnitt wurden die Erstklässler von ihren „erfahrenen“ Kameraden aus den dritten Klassen. So tanzte die 3d zum Hit von Shakira, „Waka Waka“, und einige der Kinder zeigten dabei akrobatisches Können.

„Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte“, hieß ein Stück, das die 3c aufführte. Danach ging es an die Einteilung der Klassen. Die Klasse 1a hat 18 Schüler und wird von Eva Gebauer unterrichtet, die 1b mit 20 Kindern von Sonja Zimmer. Klassenlehrerin der 1c mit 21 Schülern ist Susanne Weinrich, und Steffi Hartmann leitet die 1d mit ebenfalls 21 Mädchen und Jungs. Christiane Kißler heißt die Lehrerin der zehnköpfigen Vorklasse. Die Gesamtschülerzahl an der KiK beträgt 347.

Ausnahmesituation an der Markwaldschule

Einschulung gefeiert wurden freilich auch an anderen Babenhäuser Lernstätten. So gibt es an der Hergershäuser Bachwiesenschule 36 neue Gesichter, die in zwei Klassen von Dorothee Lange und Beate Klotz-Reichel unterrichtet werden. Insgesamt besuchen 150 Kinder die Schule. An der Markwaldschule gibt es 15 i-Dötzchen, zusammen mit den nur sieben Kindern, die im vergangenen Jahr in die erste Klasse kamen, werden die 22 nun jahrgangsübergreifend unterrichtet. Eine erste Klasse mit so wenigen ABC-Schützen war seinerzeit eine Ausnahmesituation an der Markwaldschule.

Im gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg starteten gestern 2 409 Erstklässler ins Schuljahr. Hinzu kommen 101 Kinder, die die Vorklasse besuchen werden. Insgesamthaben somit 2 510 Kinder ihre Schullaufbahn begonnen. Laut Dr. Marion Steudel wurde allen Schulen eine Lehrer-/Unterrichtsabdeckung von 100,25 Prozent zugewiesen, der Unterricht wird also nicht nur abgedeckt, es bleibt auch Luft für Förderangebote.

Fleischmann gibt Umwelt- und Frühstückstipps

Alles in allem besuchen derzeit 30.122 Kinder und Jugendliche im Landkreis eine öffentliche Schule (ohne Privat- und Berufsschulen). Die Kreisverwaltung hat im Übrigen alle Grundschulen mit Brotdosen und Trinkflaschen beliefert, der Darmstadt-Dieburger Schuldezernent, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann, gibt in einem Begleitschreiben Umwelt- und Frühstückstipps für die Schulanfänger.

Ab der kommenden Woche gibt es außerdem an den Schulen im Kreis Äpfel für die Erstklässler. Dies und die Brotdosen- und Trinkflaschen-Aktion kostet den Zweckverband Abfall- und Wertstoffeinsammlung (ZAW) rund 8 000 Euro: „Gut angelegtes Geld“, ist Landrat Schellhaas überzeugt.

Klaus Peter Schellhaas warb beim Besuch einer Zwergschule in Otzberg vor den ABC-Schützen und deren Eltern für ein gesundes Pausen-Frühstück. „Seit neun Jahren schon verschenken wir Brotdosen an unsere Schulanfänger, in diesem Jahr sind erstmals auch Trinkflaschen dabei“, erläuterte der Landrat: „Gerade bei der Ernährung will unser Landkreis mit gutem Beispiel vorangehen. Das Konzept zur Schulverpflegung ermöglicht es unseren Schulen, ein preiswertes Mittagessen anzubieten, systematisch werden alle Schulen außerdem mit Wasserspendern ausgestattet.“

Quelle: op-online.de

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