Forstamt Dieburg warnt

Waldbrandgefahr durch trockene Nadeln

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Was Ausflüglern gefällt, ist für die Natur ein Risiko: Weil es nicht regnet, sind die Bäume und Pflanzen ausgedörrt. Das Forstamt Dieburg warnt vor möglichen Waldbränden. Trockene Nadeln auf dem Boden werden in Kiefernwäldern wie hier hinter Babenhausen zur Brandgefahr.

Babenhausen/Schaafheim - Temperaturen, die locker die 20-Grad-Marke knacken und anhaltende Sonne, nur vereinzelt durch kleine Wolken unterbrochen, lassen das Herz eines jeden in den letzten Tagen höher schlagen. Von Corinna Hiss 

Wenn der Frühling so mild und trocken wie dieses Jahr ist, gilt es, eine Gefahr zu bändigen, bevor sie überhaupt aufkommt: Waldbrände. Der deutsche Wetterdienst mit Sitz in Offenbach gab jetzt in seinem Waldbrandgefahrenindex Alarmstufe vier für den Waldbereich Schaafheim-Schlierbach heraus. Diese Stufe bedeutet eine hohe Gefahr für die nächsten Tage. Aber nicht nur dort, auch überall sonst ist Vorsicht geboten.

„Gerade Wälder mit Nadelbäumen sind besonders gefährdet“, erläutert Thomas Schmalenberg von der Forstamtsleitung Dieburg auf Anfrage unserer Zeitung. Solche Kiefern stehen auch im Waldbereich zwischen Babenhausen und Schaafheim. Wer dort spazieren geht, sollte mit allem, was brennt, vorsichtig umgehen. „Das alte, braune Nadelstreu liegt dort überall auf dem Boden und ist trocken“, warnt Schmalenberg. Ein winziger Funke, und die leicht brennbaren Nadeln, die in den Kiefernwäldern den Boden nur so übersäen, gehen in Flammen auf: Feuer, das sich bei der Trockenheit in Windeseile weiter ausbreiten kann. Weniger gefährdet sind hingegen Mischwälder, die aus Nadel- und Laubbäumen bestehen. Dort liegt weniger leicht Entzündliches auf dem Boden – Vorsicht ist natürlich auch da geboten.

Für Schmalenberg ist es aber kein Ausnahmefrühling. „Wir haben regelmäßig Trockenphasen im März und April“, sagt der Förster. Es herrsche also noch nicht Alarmstufe rot. Obwohl der Oberboden – also das, was sich direkt an der Oberfläche befindet – von den langen Sonnenstunden ausgetrocknet ist, ist der Unterboden in den Wäldern noch feucht. „Das kommt vom nassen Winter“, erläutert Schmalenberg. Gerade in den Ferien nutzen viele ihre freie Zeit in der Natur: Wandern, Radfahren und Picknicken sind willkommene Outdoor-Aktivitäten. Schmalenberg appelliert dabei an einen vernünftigen Umgang mit der Natur. „Im Moment sollte im Wald nicht geraucht und die Kippe schon gar nicht auf den Boden geworfen werden“, mahnt er.

Auch bei Autos, die einen Katalysator haben, sollte beim Parken aufgepasst werden. „Den Pkw nicht ins trockene Gras abstellen“, ist Schmalenbergs Tipp. Eine Freude nimmt er den Naturliebhabern aber nicht: Bei den Temperaturen darf natürlich nach Herzenslust gegrillt werden – aber bitte nur auf den dafür ausgewiesenen Plätzen.

Quelle: op-online.de

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