Mit den Wallonen zum Landessieg

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Annika Heim, Leon Kaeppel, Nick Bartusch, John Bergmann, Lars Palberg, Ole Maaß (vorne, von links), sowie Ines Klier, Dennis Schwind und Ann-Kathrin Denk (hinten) erreichten mit ihren Projektarbeiten das Finale beim „Tag der Hochmotivierten“ der Babenhäuser Schulen.

Babenhausen - Faul, verwöhnt und fernsehsüchtig? Kinder und Jugendliche der Babenhäuser Grundschulen sowie weiterführenden Schulen führten diese Vorurteile gegen junge Menschen ad absurdum. Am „Tag der Hochmotivierten“ an der Bachgauschule präsentierten junge Menschen ihre Projektarbeiten, denen zum Teil wochenlange Studien und Recherchen vorausgegangen waren. Von Ursula Friedrich

Vor einem begeisterten Publikum zeigten die „Finalisten“ aus fünf Schulen originell und pfiffig die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten. „Ich habe heute mehr über Physik gelernt, als in meiner Schullaufbahn“, kommentierte Marion Pritz, Leiterin der Bachgauschule, begeistert den Vortrag des zehnjährigen Ole Maaß aus der Grundschule im Kirchgarten. Um die Aerodynamik des Fliegens auch praktisch zu veranschaulichen, ließ der Viertklässler Papierflieger ins Publikum flattern. Mittels Beamer, Karteikarten, Folien oder der Unterstützung eines lebendigen Vogels belegten die jungen Leute pragmatisch die Ergebnisse ihrer Forschungen.

Wir haben die gesamten Osterferien gebraucht“, zog Dennis Schwind Bilanz. Der Zwölftklässler der Bachgauschule arbeitete mit seinen Mitschülern John Bergmann und Ann-Kathrin Denk an einer kritischen Studie über das Wechselspiel von Demokratie und Medien. Um repräsentative Aussagen zu liefern, interviewte das Trio 143 Menschen und wertete die Ergebnisse anhand von Grafiken aus. Dass die Technik bei der Präsentation in der Aula zeitweise versagte, nahmen die Referenten locker. „Ich wäre in Schweiß gebadet“, lobte Marion Pritz die routinierte Moderation ihrer Schützlinge.

Mit welcher Intensität und Begeisterung sich Babenhäuser Schüler einem Thema widmen, unterstrich Ines Klier aus der 11. Klasse der Bachgauschule. Die Teilnehmerin des diesjährigen Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten bestach mit ihrer Arbeit „Wallonen - erst verkannt, dann verehrt, heute vergessen?“ nicht nur das Babenhäuser Publikum. Die Einsendung wurde unter 1800 Arbeiten als eine der bedeutendsten ausgewählt. Ines Klier ist eine von 15 hessischen Landessiegern.

Nicht alle Forschungsarbeiten konnten so spektakuläre Erfolge feiern. Nichts desto trotz waren viele Pädagogen ob des Engagements ihrer Schützlinge gerührt. An der Markwaldschule (Langstadt) widmeten sich viele Kinder der dritten und vierten Klassen mit Feuereifer ihren Aufgaben - auch wenn letztlich nur das Projekt von Annika Heim beim Finale in Babenhausen präsentiert wurde. Dennis Schwind brachte die Motivation vieler Teilnehmer prägnant auf den Punkt: „Wir wollten etwas lernen.“ Die Studie der kritischen „Zwölfer“ ergab auch in anderer Hinsicht ein positives Ergebnis. John Bergmanns Fazit: „Unsere Schulbücher stimmen.“

Quelle: op-online.de

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