Marianne Lauer und Kätha Klump geehrt

Wanderklub "Berg auf" mit neuem Chef

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Mit Hans-Peter Förster (Zweiter von links) verfügt der Wanderer-Vorstand nun wieder über einen Vorsitzenden. Nach den Wahlen 2017 war das Amt ein Jahr lang unbesetzt, sodass Christel Schönig, Regina Reineke, Norbert Pawlak und Inge Herbich (von links) ein wichtiger Bezugspunkt fehlte.

Babenhausen - Der Wanderklub „Berg auf“ hat einen neuen Vorsitzenden: Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im kleinen Saal der Stadthalle wurde Hans-Peter Förster zum Kopf des 359 Mitglieder zählenden Vereins gewählt. Von Michael Just 

Ein Jahr lang war das Amt des Vereinsvorsitzenden beim Wanderklub „Berg auf“ nicht besetzt. Bei der Mitgliederversammlung 2017 fand sich niemand, der die Nachfolge von Marianne Carrion – sie war 18 Jahre lang im Amt – antreten wollte. In den vergangenen Monaten fungierte die stellvertretende Vorsitzende Inge Herbich alleine an der Spitze und widmete sich konzentriert den zu verrichtenden Aufgaben. Mit Hans-Peter Förster ist nun aber ein neuer Vorsitzender gefunden, der den geschäftsführenden Vorstand um Norbert Pawlak (Rechner), Christel Schönig (Schriftführerin), Regina Reineke (Wanderwartin) und Inge Herbich (stellvertretende Vorsitzende) nun komplettiert.

Mit dem 64-Jährigen übernimmt ein in Babenhausen noch eher unbekanntes Gesicht Verantwortung: Der ehemalige Systemadministrator bei einem großen Automobilhersteller, der im Ruhestand ist, zog erst vor zwei Jahren von Rödermark in die Gersprenzstadt. „Nach der Trennung von meiner Frau galt es, in neuer Umgebung Anschluss zu finden. Was bietet sich da besser an als ein Verein?“, so der Wahl-Babenhäuser, der sich vor einem Jahr beim Unterschreiben der Beitrittserklärung vor allem für die Radfahrsparte bei „Berg auf“ interessierte. Kurz darauf erfolgte der Brückenschlag zu den Wanderern. Das Charisma und das sichere Auftreten von Förster blieben der scheidenden Vorsitzenden nicht verborgen. „Die Aufnahme ist nur möglich, wenn sie meine Nachfolge antreten“, scherzte Carrion damals. Aus den humorvollen Worten wurde ein Jahr später Realität.

Der erfolgreichen Nachwahl eines Vorsitzenden für die derzeit 359 Köpfe zählenden Wanderfreunde schlossen sich die Ehrungen an. Hier galt es gleich mehrfach, Glückwünsche und Dank auszusprechen, denn die Liste umfasste diesmal die stattliche Anzahl von rund 30 Personen. Das hängt nicht zuletzt mit den geänderten Auszeichnungsmodalitäten zusammen. So gibt es bei „Berg auf“ fortan auch für zehn Jahre Mitgliedschaft Urkunde und Präsent. Dafür wurden Annette Geib, Alma Gorski, Daniela Kratz, Gert Mamier, Gerlinde und Siegfried Richter sowie Christel und Erhard Schneider nach vorne gebeten. Auf 20 Jahre kommen Anke und Roland Schlitz. Vor 30 Jahren traten Liesel Bodelle, Elisabeth Gerlach, Irma Keck, Bärbel Kramer, Sieglinde Leyh sowie Gerda und Udo Werner ein. Die stattliche Zahl von 40 Jahren Zugehörigkeit vereinen Auguste und Willi Fendt sowie Heidi und Stephan Rustler. Als Urgesteine im Klub lassen sich Rosel Schöffel (50 Jahre), Norbert Magsam und Willi Mohrhardt (60 Jahre) sowie Christel Hummel, Ingrid Ott, Karl-Günter Perschbacher, Ria Rock und Marie Schwinn (65 Jahre) bezeichnen. Fast ein Menschenleben lang und damit die unglaubliche Zahl von 70 und 75 Jahren halten Marianne Lauer und Kätha Klump dem Verein die Treue.

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Zu ihren Erinnerungen befragt, äußerte Kätha Klump, das sie schon als Kind mitlief. Damals sei auch der Pfarrer ein emsiger Wanderer gewesen. „Im Krieg ruhte das Angebot“, so Klump mit Blick auf die Geschichte. Marianne Lauer machte den Vereinskollegen bewusst, dass es früher aufgrund der knappen finanziellen Mittel keine großen Fahrten in die Alpen gab. „Wir konnten nicht weit weg und wanderten in nächster Umgebung“, berichtete die Seniorin. Vor allem der Odenwald und der Spessart standen auf dem Programm. Trotz eingeschränktem Radius habe man die entfernte Wanderwelt nicht vermisst. Im Gegenteil: „Odenwald und Spessart haben das Herz reichlich erfreut. Es war herrlich“, bilanziert Lauer.

Quelle: op-online.de

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