Mit Wappen und Simpsons als Zier

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Gespannt lauschen die Kinder beim Eröffnungsfest dem Team der Jugendförderung Michael Spiehl (rechts sitzend), Lukas Ankenbrand und Petra Ortmann-Sieg (beide links stehend).

Langstadt - Zum Spielen, Quatschen, Film gucken, gemeinsamen Basteln oder einfach nur Chillen: Der „Längschder Jugendtreff“ im Alten Rathaus, der am Freitag offiziell eröffnet wurde, bietet jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr Raum für gemeinsame Aktivitäten. Von Petra Grimm

Mit Unterstützung des Bauhofs, der städtischen Kinder- und Jugendförderung sowie viel Eigenleistung und Kreativität der jungen Langstädter selbst ist im ehemaligen Sitzungssaal ein gemütlicher, farbenfroher Treffpunkt entstanden. Im April haben die Arbeiten begonnen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Gebrauchte, aber noch gut erhaltene Sofas und Sessel füllen den Raum, ein Tischkicker wartet auf Turniere, auf Regalen liegen Brettspiele, die Wände zieren Graffiti – das Langstädter Wappen und ein großflächiges Comic-Motiv.

Genutzt wird der schon einige Wochen geöffnete Raum bisher allerdings eher zurückhaltend. Eine kleine Gruppe zehn- bis 14jähriger Kids, die den Raum auch gemeinsam mit Petra Ortmann-Sieg und Lukas Ankenbrand von der Jugendförderung gestaltet hat, bildet derzeit den harten Kern der Besucher. „Regelmäßig kommen im Moment nur zwei bis acht Jugendliche“, sagte Petra Ortmann-Sieg, die den Treff betreut. „Wir hoffen natürlich, dass das Angebot über die Wintermonate noch besser angenommen wird, auch von älteren Jugendlichen, die den Wunsch danach geäußert hatten und für die der Jugendraum eigentlich geplant war“, sagte Jugendpfleger Michael Spiehl. Das Personal, in allen Stadtteilen zusätzlich zum Jugendzentrum in der Kernstadt Jugendtreffs zu betreuen, habe man bei der Jugendförderung nicht, betonte Spiehl. Zudem hätten die Harreshäuser und Sickenhöfer keinen weiteren Weg ins Jugendzentrum in der Stadthalle als die Kinder aus dem Baugebiet Ost 1, nämlich zwei Kilometer. In Hergershausen besteht die Möglichkeit, in Kooperation mit dem Verein Herigar, der im größten Stadtteil auch schon das kommunale Kinderkino veranstaltet, in der Alten Schule einen Jugendraum einzurichten. „Warum sollten Jugendtreffs nicht auch von Vereinen betreut werden“, fragte Spiehl.

Städtische Räume und Personal

„Voraussetzung für ein solches Projekt sind städtische Räume und Personal“, sagte Erster Stadtrat Kurt Lambert, außerdem das Engagement vor Ort. „Denn ein Prinzip der Stadt ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten“, so Lambert. Für ihn sind es die Vereine der Stadt, die die wichtigste Rolle in der Jugendarbeit spielen.

Der Langstädter Ortsvorsteher Günther Eckert zeigte sich glücklich über den gelungenen Jugendtreff und erinnerte sich, dass es eigentlich schon der zweite Anlauf ist. Vor etwa 20 Jahren sei auf seine Initiative hin schon einmal ein anderer Raum im Alten Rathaus für Jugendliche eingerichtet worden. „Der war allerdings ohne Heizung und wurde nach einem halben Jahr verwüstet“.

Dieses Schicksal droht dem jetzigen Raum wohl nicht, denn die Jugendlichen selbst haben beim Einrichten fleißig Hand angelegt, auf dem Sperrmüll noch brauchbare Sachen gesammelt und im Frühsommer einen Flohmarkt für ihren Treff veranstaltet. Alles unter der Regie des engagierten Teams der städtischen Kinder- und Jugendförderung, das für die Eröffnung wieder ein Fest mit Filmvorführung, Spielparcours, Graffiti-Workshop und Feuershow vorbereitet hatte.

Quelle: op-online.de

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