Warteliste für Krippenplätze

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Aus den Umbauarbeiten für die Krippenräume wurde schließlich fast eine Komplettsanierung. Die Kinder fanden´s spannend und jetzt haben sie eine schöne Kita.

Babenhausen ‐ Große Fortschritte macht die Stadt in Sachen Betreuung von unter dreijährigen Kindern. Mit einer offiziellen Feierstunde und einem Tag der offenen Tür wurden am Samstag die neu geschaffenen Krippenplätze und der Umbau der Kindertagesstätte Danziger Straße eingeweiht. Von Petra Grimm

„Wir haben jetzt neben drei Kindergartengruppen zwei Krippengruppen mit je zehn Kindern im Alter von ein bis drei Jahren. Vorher hatten wir fünf Kindergartengruppen“, erklärte Gerda Baum-Schröck, Leiterin der von 7 bis 16.30 Uhr für alle Kinder geöffneten ASB-Kindertagesstätte. Und die Nachfrage nach diesen neu geschaffenen Krippenplätzen sei enorm. „Wir haben eine lange Warteliste“, sagte die Leiterin, die zur offiziellen Feier neben Bürgermeisterin Gabi Coutandin auch Vertreter des ASB, der Kommunalpolitik, des Architekturbüros und der Eltern begrüßte.

Um den Bedürfnissen der Krippenkinder gerecht zu werden, waren einige Baumaßnahmen nötig. „Ursprünglich war nur geplant, die Krippenräume umzubauen, aber dann kam eins zum anderen, Sodass der Kindergarten beinahe komplett saniert wurde“, sagte Hanna Gutzeit vom ASB. Neue Bäder, eine neue Küche, Schallschutz, neue Heizkörper und elektrische Leitungen gehörten unter anderem zum Programm. Eine Garage wurde zum Teamraum umgebaut. Investiert hat die Stadt mit Unterstützung durch Fördermittel insgesamt rund 360 000 Euro. Und die umgebauten und sanierten Räume können sich sehen lassen. Hell und freundlich lädt die Farbwerkstatt zum kreativen Arbeiten ein. Im Rollenspielraum ist Verkleiden angesagt. Podeste mit Kletterlandschaften schon für die ganz Kleinen sind entstanden. Etwas ganz Besonderes ist das mit Sand gefüllte Matschbecken im Badezimmer. Hier können die Ein- bis Dreijährigen auch im Winter einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen.

„Etwa ein Jahr hat der Umbau gedauert. In dieser Zeit waren drei Kindergruppen im Container untergebracht. Zwei Gruppen waren im Gebäude und sind immer von Raum zu Raum gezogen. Eine Waldgruppe mit Bus gab es auch“, erinnert sich Gerda Baum-Schröck an die Umbauzeit, die für die Erzieherinnen sicher nicht einfach war. Für die Kinder sei es in erster Linie spannend gewesen. „Für sie war die Baustelle ein großes Erlebnis. Die haben begeistert alles beobachtet und selbst gehämmert.“

Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Mathias Metzger, der Vorsitzende des ASB Darmstadt-Starkenburg, hoben die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Träger der Kindergärten hervor und dankten allen am Umbau Beteiligten.

Für die Erzieherinnen in der Danziger Straße, die mit internen und externen Fortbildungen auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet wurden, brechen jetzt neue Zeiten an. Denn Einjährige können ja oft noch nicht laufen, wollen gefüttert und gewickelt werden. Wenn die Gruppe nach draußen geht, muss jedes der Kleinkinder angezogen werden. „Da ist schon manches anders, vor allem im pflegerischen Bereich“, sagte Anne Wolfes, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Liane Haußner eine der U3-Gruppen betreut. „Aber wir freuen uns unheimlich darauf“, sagen beide Erziehrinnen. Vor allem die Eingewöhnungszeit der ganz Kleinen unterscheide sich von der der größeren Kindergartenkinder. „Das geht oft über Wochen. Da müssen sich die Mütter schon die Zeit dafür nehmen. Denn das Aufbauen einer Bindung zur Bezugserzieherin ist sehr wichtig. Ohne Bindung keine Bildung“, sagte Anne Wolfes.

Im vergangenen November habe die Eingewöhnung der ersten Krippenkinder begonnen. „Die Gruppen sind jetzt beide voll“, sagen die Erzieherinnen, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen die Besucher beim Tag der offenen Tür über das pädagogische Konzept der Einrichtung informierten.

Quelle: op-online.de

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