Ein Kleinod an der Gersprenz

Wehr an der Konfurter Mühle saniert

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Die Gersprenz kann an der Konfurter Mühle über einen schmalen Steg nun wieder überquert werden.

Babenhausen - Die Arbeiten zur Sanierung des Wehrs an der Konfurter Mühle sind beendet. In der vergangenen Tagen sind die letzten Absperrungen entfernt worden und die Überquerung des Wasserlaufes ist nach rund siebenmonatiger Bauzeit wieder möglich. Von Walter Kutscher 

Das zirka 50 Kilometer lange, sogennante Wassererlebnisband Gersprenz, ist um ein sehenswertes Kleinod reicher. Denn mit dem Ende der Sanierungsarbeiten am Wehr unweit der Konfurter Mühle zwischen Babenhausen und Sickenhofen ist die Gersprenz an dieser Stelle nun seit einigen Tagen nicht nur wieder passierbar, es ist auch ein echter Hingucker entstanden.

Mitte April hatten die Arbeiten an dem Bauwerk, dessen Ursprung einige Jahrhunderte zurückliegt, begonnen. Wurde früher die Wehranlage auch benutzt, um der Mühle bei niedrigem Wasserstand genügend Wasser zuzuführen, ist heute der Hochwasserschutz die einzige Funktion des Wehres. Der Hochwasserschutzplan des Landkreises berechnet für die Gersprenz im „Fließzeitenplan“ für Hochwasser eine Zeit von gut sechs Stunden zwischen der Messstelle beim Pegel Groß-Bieberau und Babenhausen. Somit sollte genügend Zeit sein, damit die lokalen Behörden Schutzmaßnahmen treffen können.

Am Wehr wird der Wasserlauf der Gersprenz aufgeteilt in drei Arme: der Hauptlauf macht vor dem Gebäude der Konfurter Mühle einen leichten Linksbogen, geradeaus fließt das Wasser durch den Mühlengraben und nach rechts sprudelt das Wasser über die Wehranlage in einen Graben, der nach zirka 300 Metern zusammen mit dem Richerbach den Ohlebach bildet. Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen wurde Basalt zur Befestigung der Uferböschungen verbaut, die neu betonierten Stützpfeiler des Wehres sind mit Kalkstein verblendet und über rote Sandsteine plätschert das Wasser in den Graben. Eine der letzten Maßnahmen war der Einbau der neuen Schütztafeln. Diese dienen zum Absperren und Aufstauen und zur Regulierung des Wasserdurchflusses.

Hochwasser in der Region

Der Steg, über den nun das Wehr überquert werden kann, besteht aus einem stabilen Metallgeländer und Gitterrosten. Diese bieten auch bei Nässe und Glätte eine sichere und rutschfeste Querung, aber der eine oder andere Hund wird sich nicht unbedingt wohlfühlen, wenn er die Metallgitter betreten muss.

Wie Sandra Kurdal vom Fachbereich Bauwesen im Rathaus mitteilt, wurden die Arbeiten weitgehend im Zeitplan abgewickelt und auch der finanzielle Aufwand von rund 500.000 Euro konnte eingehalten werden. Da die Sanierungsmaßnahme schon längere Zeit geplant war, war der städtische Eigenanteil von 340.000 Euro bereits vorgehalten worden. Die restliche Summe wird vom hessischen Landesprogramm Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz beigesteuert. Geplant ist außerdem, so war weiter aus dem Rathaus zu erfahren, dass in der Gersprenz an dieser Stelle noch Fischtreppen eingebaut werden sollen, da das Flüsschen vor dem Wehr über eine kleine Steinstufe plätschert und danach wieder in ruhigen Wellen weiterfließt.

Quelle: op-online.de

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