TV Hergershausen

Kindergruppen führen fantasievolle Geschichte vor  

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Die Gruppenleiter des TVH erhielten für ihre Arbeit während des Jahres ein Dankeschön. Sie studierten auch das Programm für die Weihnachtsfeier ein.

Hergershausen - Das Universalgenie Albert Einstein kennt jeder. Professor Alfred Zweistein, der in der Hergershäuser Bahnhofstraße wohnt, ist dagegen ein relativ unbekannter Zeitgenosse. Das änderte sich bei der Weihnachtsfeier des TV Hergershausen am Sonntagnachmittag im Bürgerhaus. Von Michael Just

Bei der Weihnachtsfeier des TV Hergershausen schlüpfte der kleine Jakob Wolf in die Rolle des Professors Alfred Zweistein (in Anlehnung an Albert Einstein), der eine Zeitmaschine erfindet. Mit ihr schaffen es vier Mädchen, in die Vergangenheit zu reisen. Unter anderem gelangen sie ins alte Ägypten, zu Steinzeitmenschen und Hippies. Selbst Schneewittchen, Piraten und sogar Marsmännchen statten sie einen Besuch ab.

Die älteren Rope-Skipper demonstrierten als Tutanchamun ihr Können.

Die fantasiereiche Geschichte stammte aus der Feder von TV-Vorstandsmitglied Ute Beck, die damit einen Rahmen für die Aufführungen der Kinder- und Jugendabteilungen schuf. In einem fast zweistündigen Auftritt demonstrierte der Nachwuchs in bunter Kostümierung samt Gesichtsbemalung den gespannten Eltern, Großeltern und Geschwistern, was in der Turnstunde alles gelernt wird. Los ging es mit den Kleinkindern, die einen Regentanz in petto hatten. Danach folgten in mehreren Gruppen Mädchen und Buben unterschiedlicher Altersklassen und Jahrgangsstufen. Die Jungs der ersten und zweiten Klasse legten besonders viel Einfallsreichtum an den Tag: Ihre Einlage samt Dress stellten sie unter den Titel „TVH 1896“. Damit markierten sie das Gründungsdatum ihres Vereins.

Mit zunehmendem Alter der Akteure stieg auch das Können: Besonders deutlich machten das die älteren Rope-Skipper: Als Pharaonen wirbelten sie unter dem Titel „Tutanchamun“ mit ihren Springseilen über die Bühne und gaben in einer rasanten Mischung aus Show und Sport beeindruckende Einblicke in ihren Leistungsstand. Die Besten sprangen, von schnellen Musikwechseln unterstützt, in mehreren Seilen gleichzeitig oder auch synchron.

Dort will die Sparte der jüngeren Rope-Skipper noch hin. Dennoch überzeugten auch sie: Zum einen mit der bereits flinken Beherrschung ihres Sportgeräts, zum anderen mit ihrem putzigen Auftritt. Viele Eltern dürften zuvor noch nie so ein elanvolles Schneewittchen samt Zwergenanhang gesehen haben. Die Gruppe „Amaya“ mit ihren jugendlichen Tänzerinnen, die als Harlekins im Tüllrock auftraten, rundete mit einer wundervollen Choreografie, die einer Revue glich, den Nachmittag ab. Danach kam als Belohnung der Nikolaus. Die riesige Kinderschar ließ keinen Zweifel, dass es dem TVH derzeit nicht an Nachwuchs mangelt. „Diese Beobachtung stimmt. Kinder haben wir reichlich und auch an Übungsleitern liegt kein großer Bedarf vor. Meist haben wir aus Sicherheitsgründen sogar zwei Personen“, erklärt Ute Beck, die zusammen mit Eline Kuipers vor 13 Jahren Verantwortung im geschäftsführenden Vorstand übernahm. Zusammen mit Philipp Hezel bildet das Trio derzeit eine gleichberechtigte Führungsspitze.

Bilder der Kerb in Hergershausen

Sorgen machte dieser in den zurückliegenden Monaten vor allem der mangelnde Brandschutz in der Bürgerhalle. Einmal mussten für mehrere Wochen die Übungsstunden ausfallen. Bei ohnehin schon knappen Hallenzeiten war dies besonders schmerzlich. Auch die Ausrichtung der Weihnachtsfeier war in Gefahr. „Deren Absage war jetzt unsere größte Sorge“, konstatiert Beck. Nicht mehr als 50 Personen dürfen sich derzeit gleichzeitig in der Bürgerhalle aufhalten. „Bei unseren Übungsstunden liegen wir hier problemlos drunter. Keine Gruppe von uns zählt mehr als 40 Köpfe“, erläutert sie. Bei der Weihnachtsfeier war klar, dass diese Vorgabe nicht einzuhalten ist. Gefeiert werden konnte trotzdem: Eine wachsame Abordnung der lokalen Feuerwehr, die bei einem Feuer für Erstmaßnahmen bereitstand, machte die Veranstaltung möglich.

Quelle: op-online.de

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