Viel Disziplin bei Mensch und Pferd

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Beim Weihnachtsreiten zeigt der RuF- Nachwuchs, was er gelernt hat.

Babenhausen - Neue oder außergewöhnliche Dinge sind oft nur möglich, wenn sich dafür Personen über die Norm hinaus engagieren. Jeanine Przibilla gehört zu dieser Spezies von Mensch, die leider immer weniger statt mehr werden. Von Michael Just

Sie ließ ihrer Fantasie freien Lauf und bettete das diesjährige Weihnachtsreiten des Reit- und Fahrverein (RuF) in ein Weihnachtsmärchen und damit in eine zusammenhängende Geschichte ein. Beim Weihnachtsreiten ist es seit Jahren üblich, dass der Vereinsnachwuchs ein kleines Unterhaltungsprogramm zu Pferd kreiert und damit das Erlernte beziehungsweise den Leistungsstand zeigt. Die stolzen Eltern haben in der Reiterschenke die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen hinter den großen Glasscheiben die Vorführungen zu verfolgen.

Ihr Weihnachtsmärchen überschrieb Jeanine Przibilla mit „Die Elfen auf Weltreise“. Die Elfen waren in diesem Fall die jüngsten des Vereins, die gleich zu Beginn mit Flügel hereinliefen oder auf dem Pferd geführt eine Hallenrunde absolvierten. In der Folge gab es neun Programmpunkte, die – an den Kostümen der jungen Reiter erkenntlich – nach Arabien, England, Spanien, Amerika, Afrika, Frankreich oder Australien führten. Mit ihren Scheich-Kostümen hatten es Daniela Dries und Helfer wohl am einfachsten, ihre Herkunft optisch in Szene zu setzen. Technisch ging die Gruppe von Uli Rößler die nicht ganz einfache Herausforderung an, eine Quadrille zu reiten. Die Dressur wird paarweise und stets synchron absolviert, was besonders viel Disziplin von Pferd und Reiter verlangt.

Mit vielen Spring- und Dressurelementen offenbarte das Weihnachtsreiten, dass sich solch eine Veranstaltung nur mit viel Vorbereitung und Engagement aller beteiligten Gruppen und Vereinssparten des RuF auf die Beine stellen lässt. „Es ist gar nicht möglich, alle Leute zu benennen, denen es hier Dank zu sagen gilt“, hob Vorsitzender Manfred Willand heraus.

Insgesamt waren am Wochenende rund 50 Kinder dabei. Fünf Schulpferde sowie zehn Privatpferde kamen zum Einsatz. Putzig und adrett sahen jene Schimmel aus, die mit einer kleinen Nikolaus-Mütze durch die Halle trabten. Das Weihnachtsreiten blickt mittlerweile auf eine über 20-jährige Geschichte. Laut Willand lasse sich von einer Traditionsveranstaltung sprechen, bei der man zuerst einen Blick in die Aufzeichnungen werfen müsse, um genau zu sagen, wie lange es sie schon gebe. „Seit ich Vorsitzender bin auf alle Fälle. Und das sind schon ein paar Jahre“, konstatierte der Vorsitzende.

Mit dem 2. Advent hat das Weihnachtsreiten einen festen Termin. Nur einmal wurde es durch eine Wanderung ersetzt, um den Mitgliedern etwas Neues zu bieten. Danach kehrte man aber schnell wieder mit der Erkenntnis in den Sattel zurück, dass eine Reitvorführung die beste Lösung für eine Weihnachtsveranstaltung sei. Den Abschluss am Sonntag bildete wie gewohnt die Ankunft des Nikolaus´ mit anschließender Bescherung. Dabei wurden die Kleinsten zuerst mit Geschenken bedacht – wohlwissend, dass hier die größte Neugier auf die Gaben des Nikolaus gestillt werden muss.

Quelle: op-online.de

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