Weißstorch: Verschollener kehrt zurück

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Über seine Erlebnisse mit Weißstörchen spricht Otto Diehl am Mittwoch, 11. März 2009.

Babenhausen - Der Storch war schon immer ein Vogel mit hohem Symbolwert. Er wurde verehrt als Frühlingsbote, Glücks-, Segens- und Kinderbringer. Viele Sagen, Mächen, Lieder und Gedichte ranken sich um ihn. Kein anderer Vogel war so bekannt und beliebt wie der Weißstorch. Von Stefan Scharkopf

Wenn die Vögel Ende Februar, Anfang März aus dem Winterquartier in Afrika zurückkamen und klappernd vom alten Nest Besitz ergriffen, war die Freude in der Bevölkerung groß.

1948, als Otto Diehl die heimische Natur intensiver zu beobachten begann, war die Storchenwelt noch einigermaßen in Ordnung. In Hessen gab es immerhin 162 Paare; davon 27 Horstpaare im Bereich des früheren Kreises Dieburg. Danach ging es rapide abwärts. 1972 waren in Hessen nur noch sieben Horstpaare vorhanden - und keines davon im Altkreis Dieburg. Der Tiefpunkt war 1989 mit nur noch einem Paar für ganz Hessen erreicht. Ab 1993 setzte eine Aufwärtsentwicklung ein, die bis heute anhält. Im Jahr 2000 wurde der Altkreis Dieburg durch ein Brutpaar bei Münster wieder besiedelt.

2008 bezogen vier Paare im Altkreis Dieburg Nester, zwei am Rand der Hergershäuser Wiesen, eins im Hehnes nördlich von Semd, der dritte Brutstandort ist die alte Scheune am Reinheimer Teich. Erst durch Neuanlage von Wiesen und Flachgewässern wurde die Voraussetzung für eine Rückkehr des Weißstorchs geschaffen.

In einem Vortrag berichtet Otto Diehl am Mittwoch, 11. März, 20 Uhr, von seinen Erlebnissen mit dem Storch. Zusätzlich spricht er über Lebensweise, Niedergang und Rückkehr des Wappenvogels des Nabu. Auch die einst in Langstadt brütenden Störche werden gewürdigt. Zu diesem Vortrag im alten Rathaus von Langstadt lädt der Nabu Langstadt alle Interessierte ein. Der Eintritt ist frei.

Quelle: op-online.de

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