„Quinua“ ließ Regen vergessen

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Mit der Einladung zum Frühstück sowie Informationen zur „Fairen Woche“ präsentierte sich der Weltladen.

Babenhausen (mj) ‐ Ein „Open-Air-Frühstück“ geht immer nur dann, wenn das Wetter mitspielt. Trotz des karitativen Gedankens gilt dies auch für den Weltladen mit seinem „Frühstück uff de Gass“.

Leider musste diesmal der große blaue Sonnenschirm als Regenschutz herhalten. Trotzdem konnten es die Verantwortlichen gelassen sehen, da der kürzliche Umzug des Weltladens innerhalb der Bummelgass’ einen weiteren Raum brachte, der ein wenig Platz für Tische und Bänke lässt. So spielte sich das Frühstück vor allem im Inneren ab.

Zu Essen gab es frisch gebackenes Brot, zur Mittagszeit hin Reis und „Quinua“, das mit leckeren Chutneys in den Variationen Chili, Curry und Früchte garniert wurde. „Quinua“ ist eine Getreideart aus Bolivien, die botanisch zu den Reismeldengewächsen gehört“, klärte Mitarbeiterin Renate Mertens über die kleinen Küchlein in Frikadellenform auf. Durch deren Mineralstoffe und den hohen Eiweißgehalt ist das „Wunderkorn der Inkas“ besonders für Vegetarier geeignet.

Mehr fair gehandelte Produkte in Umlauf bringen

Parallel zum „Frühstück uff de Gass“ klang die bundesweite Aktion „Faire Woche“ aus. Sie wirbt vor allem für Produkte, die den Erzeugern in der Dritten Welt einen fairen Preis für ihre Waren garantieren. In diesem Jahr lag der Fokus auf der Gastronomie und den Mensen mit dem Ziel, dass diese ihre Zutaten bewusster auswählen. Eigentlich wollte der Babenhäuser Weltladen für die „Faire Woche“ ebenfalls einen Partner aus der lokalen Gastronomie finden.

„Leider hat sich dies aufgrund der zurückhaltenden Resonanz und dem Zeitaufwand, den man für Überzeugungsarbeit investieren müsste, nicht ergeben“, erklärt Mertens. Trotzdem halten die Weltladen-Mitarbeiter engagiert an den Bestrebungen fest, mehr fair gehandelte Produkte in Umlauf zu bringen. Da viele Babenhäuser das Angebot immer noch nur unzureichend kennen, schrieb man sich auf die Fahnen, dreimal im Jahr Probier-Aktionen anzubieten. Nach der vorangegangenen Schokoladenverköstigung soll sich im November alles um den Kakao drehen.

Derzeit arbeiten rund 30 Frauen ehrenamtlich im Babenhäuser Weltladen. Sie alle sind vom doppelten Nutzen ihres Engagements überzeugt: Zum einen weil die Produkte einen fairen Preis garantieren, zum anderen weil die Gewinne wieder als Spenden zurücklaufen. Derzeit werden unter anderem in Bolivien und Ghana gleich mehrere Projekte gefördert. Nach Ghana fließt jedes Jahr ein fester Betrag von 500 Euro. „Feste Beträge sind besser, weil sich damit für die Betroffenen besser kalkulieren und voraus rechnen lässt“, weiß Mertens.

Quelle: op-online.de

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