Bauarbeiten bleiben im Kosten- und Zeitplan

Westringbrücke in Babenhausen ist fertig

Das Flatterband an der Westringbrücke durchschnitten gestern Bürgermeister Joachim Knoke (links) und Ortsvorsteher Reinhold Gottstein. Eine Gassi-Geherin gehörte zu den ersten Nutzern der Brücke.
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Eine Gassi-Geherin gehörte zu den ersten Nutzern der Brücke.

Der Westring ist seit gestern wieder durchgängig befahrbar. Bürgermeister Joachim Knoke (SPD) und Ortsvorsteher Reinhold Gottstein (CDU) durchschnitten gemeinsam das rot-weiße Flatterband an der neuen Brücke über die Lache.

Babenhausen - Nicht nur das ist eine positive Nachricht, sondern auch, dass die Bauarbeiten sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan geblieben sind. Knapp 600 000 Euro haben Abriss der alten Querung – im April diesen Jahres – und der Neubau gekostet .Schon seit Jahren war der marode Zustand der 1957 gebauten Stahlbetonbrücke bekannt gewesen. Die Schäden skizzierte Rathaus-Chef Knoke: freiliegende Bewehrung, ausgespülte und durchfeuchtete Gründung und beschädigte Widerlager. Bereits seit 2006 war die maximal zulässige Tonnage auf 3,5 Tonnen beschränkt worden.

Beim Neubau sei nun nicht „gekleckert, sondern geklotzt“ worden sagte Knoke auch im Hinblick auf geäußerte Kritik, dass dort nun so viel Beton und Eisen verbaut worden ist. Allerdings sei alles den Richtlinien entsprechend, hatte er bereits zuvor erklärt. Als ein Beispiel für die vom Bauunternehmen geleisteten Arbeiten nannte er die drei Bohrpfähle auf jeder Seite, die bis in eine Tiefe von 8,50 Metern getrieben wurden und jeweils einen Durchmesser von 90 Zentimetern haben. Insgesamt ist das Brückenbauwerk 13 Meter lang und acht Meter breit. Die fünf Meter breite Fahrbahn lässt Pkw-Begegnungsverkehr zu. Noch nicht hergestellt ist ein barrierefreier Zugang von der Heinrichstraße aus kommend. Das gehöre noch zu den ausstehenden Arbeiten zum Anpassen an die vorhandenen Verkehrsflächen, sagte Katharina Freckmann aus dem dafür zuständigen Bauamt. Dankend habe die Stadtverwaltung auch den Antrag eines Anliegers aufgenommen, eine neue Straßenleuchte zu errichten. Die einst Vorhandene war während der Bauarbeiten demontiert worden.

Etwa 80 Brücken und Stege überqueren im gesamten Stadtgebiet sowie in den Wäldern und Wiesen Bäche, Gräben, Gewässer und andere Einschnitte. Da etliche Bauwerke marode sind, hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, den Sanierungsstau sukzessive abzubauen. Im vergangenen Jahr war zum Beispiel die schon lange für den landwirtschaftlichen Verkehr gesperrte Feldchenbrücke am Rande der Kernstadt durch einen Neubau ersetzt worden. Die nächsten großen Brückensanierungen werden nach Auskunft von Freckmann die Fußgängerbrücke an der Bouxwiller Straße über die Gersprenz sowie die Lache-Brücke an der TVB-Sporthalle sein. (Von Norman Körtge)

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