Ferienspiele: Dem Wetter getrotzt

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Gleich sieben Tanzaufführungen hatten die Ferienspielkinder für das große Abschlussfest vorbereitet.

Babenhausen - Mit einem großen Fest gehen die Ferienspiele in Babenhausen zu Ende. Von Michael Just 

„Und alle drehen sich, schubidubidu, und alle springen, schubidubidu, und alle singen, bis ein neuer Tag beginnt“, klingt es aus den Boxen. Während die Kinder die Bewegungen machen, die das Lied vorgibt, schauen die Eltern stolz ihren Sprößlingen zu oder fotografieren diese mit dem Handy. Ein Lächeln steht dabei Groß wie Klein gleichermaßen ins Gesicht geschrieben.

Zum großen Abschlussfest der Ferienspiele wartete mit sieben Auftritten eine immense Zahl an Tanz-Vorführungen. „Diese große Menge ist neu. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt eher auf Akrobatik und beim Turnen“, erzählt Steffi Roth, die selbst eine tolle Leistung vollbrachte: Das Programm moderierte sie derart routiniert und professionell, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Als Betreuerin war sie zum dritten Mal bei den Ferienspielen dabei.

Die Abschlussfeier zog zahlreiche Eltern aufs Gelände des TSV Harreshausen. Von der kleinen Bühne erklang „Switch“, die Band des Babenhäuser Jugendcafés. Mit einem Bass, zwei E-Gitarren und Frontsängerin Laura Müller hatte deren Auftritt so viel Power wie die Ferienspiele selbst.

Dank für geleistete Arbeit

Für Pommes und Gegrilltes sorgten die Handballer der Rot-Weiss, ein Pizza-Bäcker zauberte zudem frisch belegte Hefe-Fladen aus dem Ofen. In der Turnhalle hatten die Kinder auf zahlreichen Tischen ihre Bastelergebnisse aufgebaut, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit viel Hingabe entstanden.

„Wir haben Hände aus Gips gemacht. Das hat wirklich Spaß gemacht“, erzählt Pia (9). Auch das Batiken und der Schwimmbad-Tag haben ihr gut gefallen. Nächstes Jahr will sie auf alle Fälle bei den Spielen wieder mit dabei sein. Ihre Mutter Julia Busch hat nichts dagegen: „Bei den Ferienspielen habe ich als Kind selbst schon mitgemacht“, sagt sie.

Erster Stadtrat Kurt Lambert und Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg bedankten sich bei der Jugendförderung mit ihren „bewährten und erfahrenen Kräften“ für die geleistete Arbeit. Immerhin galt es, 240 Kinder zu betreuen und die Arbeit von über 30 Betreuern zu koordinieren.

Bedauerlicherweise wurden die Spiele vom Wetter beeinflusst, das den fröhlichen Runden regelmäßig einen Strich durch die Rechnung machte. Besonders deutlich war das beim Schwimmbad-Tag der Fall: Aufgrund der kühlen Temperaturen entschieden sich die Verantwortlichen kurzfristig dafür, den Allerkleinsten ein Alternativ-Programm mit einer Fahrt ins Darmstädter Vivarium zu bieten.

Dazu brauchte es Extra-Busse und Sitzplätze für immerhin 120 Kinder. Bei den älteren Jahrgängen ging man von einer größeren körperlichen Robustheit aus. Auf sie wartete, wenn auch ohne sommerliches Hochgefühl, die Beach-Party, die Schwimmbadbetreiberin Dalila Kahl für die jungen Gäste organisiert hatte.

Poolparty zum Abschluss der Ferienspiele (Archiv)

Poolparty zum Abschluss der Ferienspiele

Die von ihr beauftragte Event-Agentur gab sich reichlich Mühe und veranstaltete das Gros der Spiele auf der Wiese. „Kamen die Kinder aus dem Wasser, haben wir sie gleich mit dem Handtuch abgetrocknet“, erzählt Ina Hildwein von der städtischen Kinder- und Jugendförderung über die Anti-Bibber-Maßnahme.

Ob das Wetter nächstes Jahr besser wird, bleibt abzuwarten: „Die Ferien fallen 2015 leider wieder so spät“, weiß Hildwein. Bis 22 Uhr ging das Abschlussfest - und war danach keinesfalls zu Ende: Ab dann startete das Betreuerteam, das eine ganze Reihe Abiturienten aufwies, seine eigene Closing-Party. Die hatten sich die jungen Erwachsenen verdient.

„Die Zeit war anstrengend, hat aber genauso viel Spaß gemacht“, resümiert Anika Bender (18). Das Basteln mit den Kindern sei noch am einfachsten gewesen, die Fahrt ins Freilichtmuseum nach Neu-Anspach sowie alle Veranstaltungen außerhalb des Harreshäuser Stützpunktes hätten deutlich mehr gefordert. „Jetzt ist erstmal Urlaub“, kündigt die junge Babenhäuserin an: Ähnlich „Work & Travel“ (Arbeiten und Reisen) wird es für sie in den nächsten Tagen nach Panama gehen.

Quelle: op-online.de

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