Wichtiger Schritt für Kernstadt

SPD und Grüne beziehen gemeinsam Stellung zum Gärtnereigelände

Babenhausen - Sowohl die SPD als auch die Grünen stehen hinter dem bereits im Bauausschuss vorgestellten Neubauprojekt auf dem bisherigen Gelände der Gärtnerei Grünewald.

Das machen SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Kurschildgen und Manfred Nodes, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, in einer gemeinsamen Stellungnahme deutlich. Schon lange sei bekannt, dass die Gärtnerei Grünewald ihren Standort an der Martin-Luther-Straße aufgeben und sich an der Bouxwiller Straße vor der Gesamtschule ansiedeln möchte. „Damit besteht für Babenhausen die Möglichkeit, im Herzen der Kernstadt eine zukunftsweisende Richtung mit Wohnen, Einkaufen und ausreichenden Parkmöglichkeiten einzuschlagen“, so Nodes. Die vom möglichen Investor, der Aschaffenburger Firma Kalkan, vorgelegten Pläne und Entwürfe seien vielversprechend und wurden bereits mit dem Denkmalschutz und dem Bauamt abgestimmt. In einem großzügigen, offen gestalteten Komplex sollen Geschäfte und Wohnen zusammengefasst werden. Dazu Kurschildgen: „Neben dem dringend benötigten Wohnraum in zentraler Stadtlage wird auch die Parkplatzsituation mit einer Tiefgarage sowie weiteren Parkmöglichkeiten vor dem Gebäudekomplex gelöst. Damit wird ein neuer Frequenzbringer in der unmittelbaren Nähe der Altstadt etabliert.“ Im Zusammenspiel mit der K&S-Seniorenresidenz, der Neugestaltung des Brauereigeländes, der Bebauung auf dem alten Feuerwehrgelände sowie dem Q 23 ergibt sich städteplanerisch ein optimales Zusammenspiel, sind sich die beiden Politiker einig.

Mit einer Zustimmung der Stadtverordneten zu diesem Projekt könne ein großer Schritt in Richtung Zukunft getan werden. Immerhin habe es jahrelang einen breiten Konsens in der Babenhäuser Stadtpolitik gegeben, dass an dieser Stelle die gleichzeitige Entwicklung von Gewerbe und Wohnen sinnvoll und für die Stadtentwicklung wichtig sei, rufen SPD und Grüne in Erinnerung. Die Zustimmung aber scheine keinesfalls sicher zu sein. „In einem machtpolitischen Poker der CDU und der FWB, der sich gegen den Bürgermeister und seine Verwaltung richtet, wird die Zustimmung derzeit verweigert und das Projekt verzögert“, heißt es in der Stellungnahme. SPD und Grüne befürchten, dass wenn es zu einer Ablehnung des Projekts kommt, die Entwicklung in der Kernstadt gestoppt werde, Investoren verschreckt würden und der Umzug eines Unternehmers nicht stattfinden könne.

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„Der jahrelange Leerstand auf dem alten Feuerwehrgelände sollte uns hier Mahnung sein, mögliche Entwicklungen an dieser Stelle nicht zu blockieren und vernünftige Investoren nicht vor den Kopf zu stoßen“, so die Vertreter von Grünen und SPD in der gemeinsamen Erklärung. Zugleich machen sie auch deutlich, dass eine Zustimmung zum derzeit vorliegenden Aufstellungsbeschluss kein Freibrief für den Investor sei: Auch bei diesem Vorhaben würden über die sogenannten Offenlagen die Einwände der Bürger berücksichtigt und baurechtlich abgewogen. (nkö)

Quelle: op-online.de

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