„Wir machen aus jedem Bad Malle“

+
Poolparty bringt Spaß und Trubel ins Schwimmbad. Der Chefanimateur

Babenhausen - Die Menschenschleuder gehörte zu den Attraktionen der Poolparty, die die Event-Agentur H2O am Mittwoch bereits zum fünften Mal im Babenhäuser Freibad veranstaltete. Bucht man das Team aus Neckarwestheim, errichtet dieses einen Sportpark auf und neben dem Wasser. VonMichael Just

Von Ende Mai bis Anfang September ist H2O in Deutschland täglich woanders, um vor allem Kindern und Jugendlichen reichlich Wasseraction zu bieten. Markenzeichen: riesige, aufblasbare Vorrichtungen zum Klettern, Hindernislaufen und ins Wasser springen, lustige Wettbewerbe, fetzige Musik und sieben Animateure, die den Urlaub in die Heimat holen.

Die kommenden Tage geht es für das Team nach Heilbronn, danach ins Ruhrgebiet. Mit im Gepäck natürlich auch die Menschenschleuder, die in Form eines riesigen, nicht ganz aufgeblasenen Luftkissens funktioniert. Durch die schnelle Verlagerung der Luft im Inneren füllt sich die große Beule und katapultiert jeden, der darin steht oder sitzt, in die Luft. Die Veranstaltung in Babenhausen ist ein Geschenk des Bäderservices Kahl, als Betreiber des Freibads, und der Stadt an den lokalen Nachwuchs und die Kinder der Ferienspiele.

Ob es leicht sei, jeden Tag gut drauf zu sein, beantwortet Sascha Stumpf als Chef der H2O-Truppe mit einer Stimme, die gleichermaßen heißer wie rauchig klingt: „Wenn ich morgens aufstehe habe ich gute Laune. Dazu brauche ich wenig Schlaf“, erzählt der ehemalige Tankstellenpächter, der seit sechs Jahren bei der Wasserspaßagentur ist.

Risikofaktor: Wetter

Vor seinem Einstieg machte er eine Ausbildung zum Freizeitmanager. Dann ging er nach Portugal, um Praxiserfahrung zu sammeln. Wie er erzählt, wird die Arbeit nicht leichter: „Jedes Jahr müssen wir mehr bieten.“ Dazu brauche es neue und andere Spiele. Mit einem Hersteller hat H2O einen Vertrag, die Prototypen zum Ausprobieren immer als erste zu bekommen. Die Kombination aus Wasser und Party ist für die Firma ein unerschütterliches Erfolgskonzept. Einziges Berufsrisiko: das Wetter. Hier sichern sie sich aber vertraglich ab: „Dann fällt unser Event nicht aus, sondern wird verschoben“, berichtet Stumpf. Mit dem Wetter sei das ohnehin so eine Sache: Nach einer Schlechtwetterperiode seien die Bäder nicht gleich am ersten Sonnentag wieder voll. Drei Tage würde es im Schnitt dauern, bis die große Masse das Schwimmbad wieder füllt.

An Urlaub ist für das H2O-Team jetzt noch nicht zu denken. Die Fahrten zu den Veranstaltungsorten sind ihre Freizeit. Im Herbst sieht die Sache dann besser aus. Wer nun vermutet, dass es für Stumpf zum Entspannen nach Mallorca oder in den Mittelmeerraum geht, der irrt. „Ich habe den Chiemsee für mich entdeckt“, klärt Sascha Stumpf, Frontmann der Bespaßungstruppe auf. So sei Mallorca überhaupt nicht sein Ding, alleine schon aus Berufsgründen: „Wir machen schließlich tagtäglich aus jedem Bad Malle.“

Quelle: op-online.de

Kommentare