Babenhausen

Wirtschaftsförderung besser aufstellen

Babenhausen - (st) Die Wirtschaftsförderung der Stadt soll auf breitere Grundlage gestellt werden. Wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin mitteilte, soll dafür nicht mehr nur eine halbe Stelle im Rathaus zur Verfügung stehen, sondern eine ganze. Dabei habe die Bummelgasse eine Priorität. Dieser würden mehr Veranstaltungen und einheitliche Öffnungszeiten gut tun.

Coutandin möchte mehr Einzelhändler für die AG Stadtmarketing begeistern und mehr Leute finden, bei dem Gremium mitzuarbeiten.

Gearbeitet werde auch an einem Tourismuskonzept, das aufzeigen soll, wo die Potenziale der Stadt liegen. Stadtrundgänge und Nachtwächtertouren würden von Einheimischen und Gästen von außerhalb gut angenommen. Jetzt müsse überlegt werden, was noch dazu kommen könnte: Mit ihren malerischen Fachwerkhäusern habe die Altstadt ein schönes Pfund, mit dem gewuchert werden könnte. Ausbauen will die neue Verwaltungschefin auch die Kontakte zu den hiesigen Unternehmern. Gespräche sollen intensiviert werden und regelmäßige Treffen, wie etwa die Unternehmer-Frühstücke, die schon angelaufen sind, weiter verfolgt werden. Coutandin denkt daran, jährliche Messen zu bestimmten Themen durchzuführen, beispielsweise Energie oder Gesundheit, bei der örtliche Firmen aufgerufen sind, mitzumachen.

Von „zentraler Wichtigkeit“ sei die Ansiedlung neuer Unternehmen. Babenhausen falle - wie bereits berichtet - mit einem jährlichen Gewerbesteueraufkommen von drei Millionen Euro gegenüber vergleichbaren Kommunen zurück, Groß-Umstadt und Dieburg verfügten über acht bis zehn Millionen.

Wie Sylvia Kloetzel von der Wirtschaftsförderung der Stadt sagt, will man beispielsweise das Innenstadtförderprogramm künftig besser bewerben. Dabei können Einzelhändler, die in der Fußgängerzone ein Geschäft aufmachen wollen, einen Zuschuss von bis zu 10 000 Euro erhalten, etwa für die Ladeneinrichtung. „Einkaufen muss zu einem Erlebnis werden, daran müssen wir arbeiten“, sagt Kloetzel.

Wichtig ist ihr ein funktionierendes Netzwerk der Wirtschaftsbetriebe samt eines gemeinsamen Stellungsprofils. Vor allem der Imageförderung räumt sie bei ihrer Arbeit einen erhöhten Stellenwert ein - auch aus Gründen der Psychologie, die ein entscheidender Wirtschaftsfaktor ist.

Quelle: op-online.de

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