Positive Heimbelegung in Harreshausen

Der Wunsch und die Wirklichkeit sind hier eins

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Pastor Gottlob Ling, Vorsitzender des Christlichen Sozialwerks Harreshausen, und der Handlungsbevollmächtigte des Vereins, Tom Best, übergeben Bürgermeister Reinhold Hehmann, die Collage „Wunsch und Wirklichkeit.“

Harreshausen/Schaafheim - (rose) Mit der Fotocollage „Wunsch und Wirklichkeit“ überraschten der Vorsitzende des Christlichen Sozialwerks Harreshausen, Pastor Gottlob Ling und der Handlungsbevollmächtigte des Vereins, Tom Best, den Schaafheimer Bürgermeister.

Denn dieser Tage fand nicht nur die Jahreshauptversammlung des Sozialwerks statt, sondern es war auch der Geburtstag von Bürgermeister Reinhold Hehmann. Dieser bedankte sich für die Aktivitäten des Sozialwerks und bekundete einmal mehr, wie froh er über die Entscheidung für den Träger und das tolle Konzept sei.

Tom Best erinnerte an einen Presseartikel vom 18. April 1997, als Hehmann nach 100 Tagen im Amt erstmals ein größeres Interview gab. Dort äußerte er den Wunsch, alsbald einen Investor für ein Heim mit 15 Betten und 15 Wohnungen zu finden. „Nur selten“, betonte Best, „übertrifft die Wirklichkeit den Wunsch.“

Zum Geburtstag überreichte er und Pastor Ling dem völlig überraschten Bürgermeister dann ein Bild, dass den Eingang des Seniorenhauses Bethanien in Schaafheim und die Kopie des damaligen Presseartikels zeigt.

Die Mitglieder des Vereins nahmen die Berichte der Beiräte beider Einrichtungen mit Interesse entgegen. Die Beiräte sind im Heimgesetz vorgeschriebene Mitbestimmungsorgane, die vom Sozialwerk sehr ernst genommen werden. Für die Berichte gaben die Geschäftsführer Mechthild und Tom Best jeweils Einblicke in das abgelaufene Jahr. Zudem lag jedem Mitglied ein ausführlicher schriftlicher Bericht mit den wichtigsten Kennzahlen vor. Herauszuheben sei die äußerst positive Belegung mit durchschnittlich 96,3 Prozent im Bethesda Harreshausen und der Vollbelegung der Heime in Schaafheim seit dem 2. Januar.

Bundesweit ist die Belegung von Heimen unter 90 Prozent abgesunken, wobei die Kostenkalkulation der Pflegekassen eine fiktive Auslastung von 98 Prozent vorgibt. Aufgrund der Bautätigkeit in Schaafheim, das Seniorenhaus wurde im September 2008 bezogen, und in Harreshausen sind finanzielle Sonderbelastungen aufgetreten. Im Seniorenzentrum wurden die letzten der 64 Bäder in den Bewohnerzimmern 2008 erneuert und damit das gesamte Wasser- und Stromleitungsnetz. Die Zimmer sind damit jetzt fast wie neu. Der Verein muss aufgrund dieser Kostengründen daher für das abgelaufene Wirtschaftsjahr einen Verlust verbuchen. Erfreulich, so der Kassierer des Vereins, Eckhard Dossow, sei jedoch das Spendenaufkommen mit rund 35 000 Euro, das für die personelle Ausweitung von FSJ-Stellen (freiwilliges soziales Jahr) genutzt wird. Ab diesem Jahr können nämlich im Seniorenhaus Bethanien Zivildienstleistenden und FSJler ihren Dienst ableisten. Das Christliche Sozialwerk Harreshausen zählt acht Auszubildende, acht Zivildienstleistende, drei FSJlerinnen und zwei Praktikanten. Sie alle wurden 2008 zusätzlich zum genehmigten Stellenschlüssel beschäftigt und sorgen mit den Pflegekräften dafür, das Leben der Senioren angenehm und abwechslungsreich zu gestalten. Zwei Ein-Euro-Jobber sind nach ihrer Ausbildung übernommen worden und über 350 Stunden ehrenamtliche Arbeit sind geleistet worden. „Darauf“, betont der Vorsitzende des Vereins, Pastor Ling, „sind wir ein bisschen stolz“.

Abschließend sagt er: „Wir sind natürlich auch sehr dankbar, dass so viele Mitarbeiter ihren Dienst am Menschen in unseren Einrichtungen mit Engagement und Hingabe verrichten“. Wunsch und Wirklichkeit sind somit beim christlichen Sozialwerk eins.

Quelle: op-online.de

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