Zauberkunst made in Babenhausen

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Magier Frank Zick inmitten seiner Requisiten.

Babenhausen - „Ich hatte in meiner Kindheit nie Interesse an Zauberei“, blickt Frank Zick zurück. „Diese Leidenschaft zur Illusion traf mich erst im Alter von knapp 18 Jahren“, erzählt er lächelnd. Von Verena Scholze

Damals traf Zick einen alten Freund aus Kindertagen, der unterdessen als Zauberkünstler auf Geburtstagen auftrat. „Im November 1996 bot er ein Kartenseminar in Obernburg an und ich habe mich spontan zur Teilnahme entschlossen“, so Zick. Dies war der Anfang einer großen Leidenschaft, die den Künstler bis heute nicht loslässt.

Zuerst erhielt der Illusionist Unterricht bei seinem alten Freund und Mentor. „Die Aufgabenstellung beinhaltete, immer einen Trick nach dem anderen zu erlernen“, erzählt Zick. Erst wenn er den Trick mit verbundenen Augen beherrschte, durfte er einen weiteren erlernen. Nach einiger Zeit beherrschte der gelernte Schreiner aus Babenhausen nicht nur Karteneffekte, sondern lies auch Papier schweben und Zigaretten verschwinden.

Nach knapp zwei Jahren war es soweit, im Januar 1998 folgte der erste Auftritt bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schaafheim.

Mit der magischen Karriere ging es seitdem stetig bergauf. Gemeinsam mit seinem Kollegen gründete er 1999 das Duo „The Miracels“ und trat dem „Magischen Zirkel von Deutschland“ bei, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Zauberkunst in Deutschland zu fördern, erzählt Zick. Denn Zauberei gibt es bereits seit vielen Jahrhunderten. „Es ist immerhin urkundlich belegt, dass im Jahre 1534 die erste Frau zersägt wurde“, weiß Zick.

Im Ortszirkel Frankfurt errang Zick zunächst eine Anwärterschaft, bevor er die theoretische und praktische Prüfung ablegen konnte.

Schon in der Alten Oper Frankfurt aufgetreten

Danach widmete sich Zick gemeinsam mit seinem Partner ganz den Bühnenauftritten und der Weiterentwicklung der Show. Es folgten zunächst regionale Auftritte in Babenhausen und Umgebung. Schnell jedoch machte man sich über regionale Grenzen hinaus einen Namen und es folgten Auftritte beim Deutschen Apothekerball in der Alten Oper Frankfurt bis hin zu Auftritten bei namhaften Firmen in anderen Bundesländern.

Die Premiere von „CineMagie“ findet am 17. Oktober, 20 Uhr, in der Stadthalle Babenhausen statt. Karten sind im Vorkauf erhältlich. Weitere Infos hier.

Nach acht Jahren gemeinsamer Auftritte trennte sich das Duo und Zick entschloss sich, fortan mit einem Soloprogramm aufzutreten und gründete im Januar 2007 „Zick - The Magic One“. „Ich mache Illusionen a la Copperfield“, berichtet der Künstler. „Bei mir passiert alles mit lebenden Menschen und ich habe ganz viele Tricks, die begeistern und Spaß machen“. Zick arbeitete nach der Trennung des Duos komplett auf eine neue Show hin, in der nichts mehr so sein sollte, wie es zu Beginn der Karriere war. Seine zweistündige Illusionsschau „CineMagie“ ist abwechslungsreich, schnell beinhaltet Kino und große Stars.

Viel Unterstützung von der Freundin

Von seiner Freundin Anika Schürger erhält Zick große Unterstützung bei der Planung und Umsetzung. „Anika tanzt in der Sickenhöfer Garde und übernahm den kompletten Part der Choreografie“, berichtet Zick stolz. Auch bei den Kostümentwürfen, der Auswahl der Tanzmusik und der Präsentation steht sie hilfreich zur Seite. „Ich verbringe neben meiner Arbeit in der Schreinerei noch rund 40 Stunden die Woche zusätzlich damit, um die Show einzustudieren und vorzubereiten“, erklärt Zick. Da kommt es sehr gelegen, dass der Illusionist die benötigten großen Requisiten selbst zimmern kann. Denn schließlich soll das Zusammenspiel mit Illusion, Tanz, Kostümen und Lichtspiel harmonisch wirken.

Auch die Assistentinnen, die Zick während es Auftritts auf der Bühne zur Seite stehen, sind gefordert. „Wir haben zwei Mal pro Woche zwei Stunden Probe“, sagt Zick und alle sind mit viel Spaß und Energie dabei. Die Mindestbesetzung von fünf Assistentinnen ist momentan erfüllt. „Nach der Premiere suche ich jedoch noch gerne weitere Damen im Alter von 20 bis 35, die als Assistentinnen bei mir mitwirken möchten“, sagt Zick und freut sich auf Anfragen.

Quelle: op-online.de

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