Ziegen ersetzen den Esel

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Die Weihnachtsgeschichte gehörte beim Reitverein als Programmpunkt dazu.

Babenhausen ‐ Tier und Mensch vereint in einem Krippenspiel – das war die Grundlage des Weihnachtsreitens beim Reit- und Fahrverein (RuF). Viele Eltern folgten der Einladung, die Vorführungen zu bewundern und mit Fotos und Videokameras als bleibende Erinnerung festzuhalten. Von Michael Just

„Wir haben uns gestern extra nochmal zu einer Generalprobe getroffen“, weiß Doris Krawatz, die die Leitung und Regie am Sonntagnachmittag inne hatte. Insgesamt wirkten rund 30 Akteure mit, dazu bereicherten weitere 20 Statisten die Aufführung, so dass sich nicht nur einmal eine beeindruckende Szenerie ergab.

Laut Krawatz war dies nicht das der erste Weihnachtsstück, das beim RuF zur Aufführung kam. Bereits 2004 traten junge Reiter mit der Heiligen Geschichte auf, bevor man ein Jahr später ein Weihnachtsmärchen mit dem Thema „Schneewittchen“ in petto hatte. In den Jahren darauf präsentierte sich jede Abteilung individuell mit dem Erlernten aus den Trainingsstunden. Mit der Weihnachtsgeschichte hatte man dieses Jahr eine gelungene Kombination aus Krippenspiel und Reiteinlagen parat. So waren um die Geschehnisse in Bethlehem Dressur-, Spring- und Voltigierelemente mit insgesamt sechs Pferden eingebaut. Trotz der sportlichen Einlagen und Akzente der Vierbeiner gelang es den besinnlichen und anmutigen Rahmen der Weihnachtsgeschichte beizubehalten.

Rund vier Wochen wurden damit verbracht, das rund 90-minütige Geschehen in der Halle vorzubereiten. Die Handlung für die Besucher las Manuela Weber vor. Nicht anwesend war ein Esel, der aus klimatischen beziehungsweise organisatorischen Gründen den Weg aus dem Kreis Offenbach nach Babenhausen nicht schaffte. Dafür tauchten im Krippenspiel ein paar Ziegen auf, die Doris Krawatz von ihrem Sohn entliehen hatte. Zusammen mit drei Freunden hält dieser gleich mehrere Exemplare und stellte diese für die Weihnachtsfeier des RuF gerne zur Verfügung.

Eltern und Großeltern verfolgten die Aufführung hinter den großen Scheiben in der warmen Reiterschänke und waren angetan vom gekonnten Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier. So wurden Maria und Josef beim Marsch in die Reiterhalle von freilaufenden Arabern begleitet. Nach dem Ende der Vorstellung stellte Moderator Ingo Dries die Mitwirkenden gebührend vor.

Auch wenn sich jedes Jahr beim Weihnachtsreiten die Option ergibt, das Programm zu modifizieren, bleibt eine Sache unverrückbar gleich: Der Nikolaus fährt zum Schluss mit einer Kutsche ein und ist die Krönung der Weihnachtsfeier. Mit dem Verteilen der süßen Päckchen hatte es Klaus-Peter Hess, der diesmal hinter dem dicken Rauschebart steckte, alles andere als eilig: Zuerst „klopfte“ er ab, was die Kinder an Gedichten können. Hier gingen überraschender Weise gleich mehrere Hände hoch. Nachdem rund ein halbes Dutzend Gedichte aufgesagt wurden, hatten sich die Kinder - auch im Hinblick auf die vorangegangen Vorführungen - ihre Gabe dann redlich verdient.

Quelle: op-online.de

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