U3-Betreuung ist denkbar

Zukunft der alten Schule eng mit Friedel-Wiesinger-Halle verknüpft

+
Die alte Schule in Sickenhofen sollte, ähnlich wie die Hergershäuser zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens werden. Möglich sei aber auch eine Nutzung als U3-Betreuungsstätte, berichtet Ortsvorsteher Friedel Sahm.

Sickenhofen - Es war 2011, als Ortsvorsteher Friedel Sahm in einem Gespräch mit unserer Redaktion sich die Zukunft der alten Schule als Haus der Bürger und als Treffpunkt für Jugendliche und Senioren wünschte.

Wie beim alte Schulgebäude in Hergershausen, das eine ähnliche Historie aufweist und das der Trägerverein Herigar mit viel Engagement zum Mittelpunkt des örtlichen Kulturlebens machte, soll der Weg auch in Sickenhofen verlaufen. Doch bis dato stehen Sanierung und Nutzung immer noch aus. Ortsvorsteher Sahm hat sich nun mit unserem Mitarbeiter Michael Just über den Stand der Dinge unterhalten.
In wessen Besitz ist das Haus?
Es gehört der Stadt. Sie verwaltet das Gebäude. Dementsprechend erteilt sie auch die Genehmigungen für eine Nutzung.

Wer gehört momentan zu den Nutzern?

Es ist vor allem das Ortsgericht und das Schiedsgericht. Der Ortsbeirat könnte hier tagen, geht aber meist zur Feuerwehr. Zudem verfügt die Theater-Gruppe „SILT“ über einen Raum. Dieser wird allerdings nicht zum Proben genutzt. Die Bambinis der Feuerwehr kommen unregelmäßig zum Tischtennisspielen, genauso wie andere Vereine und Gruppierungen, die mal eine Räumlichkeit benötigen. Genutzt wird dabei ausschließlich das Untergeschoss.

Und der zweite Stock?

Hier läuft nichts und der Aufgang ist gesperrt. Das hängt mit dem Brandschutz zusammen. Es gibt im Obergeschoss, außer der schmalen Haupttreppe, keinen zweiten Ausgang. Damit werden die geforderten Fluchtmöglichkeiten nicht erfüllt.

Von einer Nutzung als Bürgerhaus oder Treffpunkt für Jugendliche und Senioren – letztere sollen in einem Computerraum für die neuen Medien fit gemacht werden – ist das Haus noch weit entfernt. Woran liegt das?

Wir haben einfach keine Genehmigung von der Stadt, das Haus weitreichend zu nutzen. Orts- und Schiedsgericht sind kommunale Einrichtungen, weshalb bei diesen Punkten die Sache ein wenig anders aussieht.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

2011 hieß es, dass eine Architektin gerade einen Sanierungsplan ausarbeitet, der dann dem Magistrat und den Stadtverordneten vorgelegt wird. In puncto Sanierung, darunter moderne Aufenthalts-, Vortrags- und Schulungsräume, tat sich noch gar nichts. Bis auf neue Steckdosen ist in dem alten Backsteingebäude die Zeit im vorigen Jahrhundert stehen geblieben. Woran liegt das?

Der Plan ist ausgearbeitet und damals dem Magistrat vorgelegt worden. Darin geht die Architektin bei den Kosten im Innen- und Außenbereich von rund 250.000 Euro aus. Darunter fällt ein modernes Innenleben als auch das Herrichten des Sandsteins im Außenbereich, der nur im unteren Teil der Bearbeitung bedarf. Dass sich bis heute nichts getan hat, hat verschiedene Ursachen. Zu Beginn kann man von politischen Gründen sprechen, heute ist es natürlich die finanzielle Lage der Stadt. Dazu kam mit dem Gedanken zu einem möglichen Umbau der Friedel-Wiesinger-Halle die Frage auf, ob mit einer Erweiterung der dortigen Räumlichkeiten die Nutzung der alten Schule hinfällig werden kann.

Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen ging bis jetzt nichts vorwärts. Dabei warten viele Sickenhöfer auf den Startschuss.

Mit dem Spargelfest haben wir mehr als 15 000 Euro angespart, um selbst aktiv zu werden. Erfolgt die Freigabe für die Räume, haben sich bereits Bürger dazu bereit erklärt, in Eigenarbeit die ersten Grundlagen für die Nutzung zu schaffen. Dazu gehören das Streichen der Wände und der Türen. Die Toiletten sind zwar nicht neu, aber in Ordnung. Genauso verhält es sich mit Dach, Fenstern und Heizung. An anderen Stellen müsste für einen modernen Stand etwas mehr Geld investiert werden.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Offenbach-Post.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare