Zuwachs bei Herigar

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Zahl der Mitglieder entwickelt sich gut bei Hergershäuser Verein. Einsatz für Kultur und Natur.

Hergershausen - 1.100 Quadratmeter groß ist der Sinnengarten an der Alten Schule, der in zwei Bauabschnitten von Dezember 2011 bis November 2012 entstanden ist. 300 Quadratmeter sind angelegt, die restlichen 800 Quadratmeter sind eine Wildblumenwiese, eingefasst mit einer Hecke. Von Petra Grimm

„Seit Oktober sind wir Geopunkt im UNESCO Geopark Bergstraße-Odenwald. Mit Hinweisschild“, sagte Ingo Rohrwasser, erster Vorsitzender des Vereins Herigar, der den vielen fleißigen Helfern dankte, die bei der Anlage des Außengeländes in die Hände gespuckt hatten.

„Insgesamt haben wir 31.500 Euro investiert. Die Finanzierung lief ausschließlich über Spenden (60 Prozent) und Fördermittel (30 Prozent), ohne städtischen Zuschuss“, erläuterte die zweite Vorsitzende Maren Gatzemeier, die das Großprojekt gemanagt hat. 40 Helfer haben dabei über 250 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet. Der Verein pflegt außerdem verschiedene öffentliche Beete im Ortsteil und hat die Kopfweiden am Bach nachgepflanzt.

Der Traum vom Sinnesgarten wird wahr

Durchweg positiv fiel der Rückblick von Ingo Rohrwasser bei der Jahreshauptversammlung von Herigar aus. Der im Oktober 2009 gegründete Trägerverein, der sich um das Dorfgemeinschaftshaus Alte Schule kümmert und die Räume mit vielfältigem Leben füllt, verzeichnet ein konstantes Wachstum, wie Rohrwasser ausführte. So ist die Mitgliederzahl seit Anfang 2011 von 56 auf aktuell 80 Mitglieder gestiegen. Nachdem der Schwerpunkt in den ersten Jahren auf der Ausstattung des Hauses und der Anwerbung von Mitgliedern lag, stabilisierte sich 2012 die Belegung des Hauses und das große Projekt Sinnengarten wurde in die Tat umgesetzt

Die Räume in der Alten Schule werden regelmäßig wöchentlich genutzt, beispielsweise von der Seniorenabteilung des DRK, dem Damenkränzchen, der musikalischen Früherziehung und vom Jugendblasorchester des TVH, für Yoga, Aerobic und anderes. Monatlich ist Herigar selbst mit seinem Mitgliedertreffen, außerdem das kommunale Kinderkino und eine Patchwork- und Quiltgruppe in den Räumen anzutreffen. Unregelmäßige Nutzung gibt es in Form von Parteisitzungen, durch das Vereinsgremium oder das Ortsgericht. Außerdem finden Jugendaktivitäten von Herigar und private Feiern in der Alten Schule statt. Ein Lehrerseminar, eine Verdi-Veranstaltung und sogar ein Workshop über Hundeerziehung belebten die Räume. Über die wärmeren Monate lud der Verein samstags zu seinem Gartencafé ein. Über das ganze Jahr stemmte der Vorstand verschiedene Veranstaltungen, die für Unterhaltung im Stadtteil sorgten, darunter auch ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder und Jugendliche, für das Annika Raiß im Einsatz ist. Bemerkenswert ist dabei, dass bei den Herigar-Festen oder auch dem Gartencafé alles auf Spendenbasis läuft. Das heißt, die Gäste zahlen für Speisen und Getränke keinen festgelegten Preis, sondern spenden freiwillig eine Summe ihrer Wahl. „Das können wir auch weiterhin so machen, denn es trägt sich“, sagte Ingo Rohrwasser über diese ungewöhnliche Regelung.

Tage der offenen Gärten im Juni

Am 15. und 16. Juni wird es bei den Tagen der offenen Gärten und Höfe in Hergershausen neben zahlreichen geöffneten Gartenpforten, auch eine bunte Künstler- und Handwerkerausstellung in und um die Alte Schule geben.

Vorstandswahlen standen bei der Jahreshauptversammlung auch auf dem Programm. Die bisherige Schriftführerin Sabine Walz trat nicht mehr an. Ihr Amt übernimmt jetzt Brigitte Wilken. Der restliche, bisherige Vorstand mit Ingo Rohwasser als erstem Vorsitzenden, Maren Gatzemeier als seiner Stellvertreterin und Kilian Kumpf als Kassenwart wurde wieder gewählt.

Quelle: op-online.de

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