Zwischen Bangen und froher Erwartung

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Was mag da jetzt kommen? Zwischen Bangen und freudiger Erwartung schwankten die Kinderaugen gestern bei der Einschulung. Für 101 Schüler der Kirchgartenschule begann gestern der viel zitierte Ernst des Lebens. Eltern, Geschwister und Großeltern füllten dabei die Stadthalle bis auf den letzten Platz.

Babenhausen - Nur selten spiegeln 101 Gesichter derart unterschiedliche Gefühlsregungen wie gestern Morgen in der Stadthalle. Bei der Einschulung der Erstklässer der Schule im Kirchgarten (KiK) schwankten die Blicke zwischen Bangen, Ungewissheit, Spannung und froher Erwartung. Von Michael Just

Andere brachten schon eine gehörige Portion Selbstbewusstsein mit – zumindest wenn man dem Aufdruck auf ihrem T-Shirt Glauben schenken wollte. „Wenn alles schläft und einer spricht – diesen Zustand nennt man Unterricht“, prangert in großen Lettern auf dem Shirt von Nico (6), das ihm Oma und Opa vor der Einschulung als kleine Erheiterung für seinen neuen Lebensabschnitt gekauft hatten.

Von Müdigkeit war bei ihm und den anderen 101 Erstklässlern bei der Einschulungsfeier aber nichts zu spüren. Zu aufgeregt zeigten sich die meisten bezüglich dem, was auf sie zukommt.

Vier neue Klassen wird es mit der 1a bis 1d geben, dazu eine Vorklasse. In Hergershausen sind zwei Klassen à 16 Schüler am Start, in Landstadt eine mit 19.

Wie KiK-Schulleiterin Silke Schulz-Mandl sagte, sei dies ein besonderer Tag. „Wir haben uns lange im voraus Gedanken gemacht, wie wir ihn gestalten“, so die Pädagogin. Los ging das kleine Programm mit dem „Schultütenrap“ der 4d, danach folgte ein lustiges Theaterstück mit dem Titel „Wie die Katze zum K kam“. Völlig unbekümmert traten dabei die kleinen Schauspieler der 2b auf, was die Schulleiterin mit einem Lob quittierte: „Man kann es gar nicht glauben, wie sie sich trauen vor so einem großen Publikum zu spielen. Die haben vor einem Jahr noch genauso angespannt da unten gesessen wie ihr es gerade tut“, sagte sie an die Adresse der Neulinge. „Heute zeigen sie schon so selbstbewusst, was sie in nur einem Jahr alles gelernt haben.“ An die Adresse der Eltern ging der Aufruf, aufmerksam die Schulzeit ihrer Kinder zu begleiten. Dazu gehöre ein enger Kontakt zu den Lehrern ebenso wie die Teilnahme an den Elternabenden. „Je eher ein Problem aus der Welt geschafft wird umso besser“, mahnte Schulz-Mandl. Dass sich die Schulzeit am besten im Verbund angehen lässt, unterstrich auch der Elternbeirat: Für jeden Erstklässler gab es als Geschenk ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Wir gehören zusammen.“

So verflossen die Vorbehalte gegen den Schulanfang bei den meisten Erstklässlern schon am ersten Tag. Weniger Unbehagen war bei denen zu erkennen, die bereits schulerfahrene Geschwister haben - wie Veronika (6). Was ihr achtjähriger Bruder von der Schule berichtet hat sei schnell zusammengefasst: „Manchmal erzählt er, dass er eine Freundin hat. Und auch ein Geheimversteck“, erzählt die junge Babenhäuserin. Wie sie sagt, habe sie das Gefühl, dass er gerne zur Schule geht. Deshalb seien ihre Erwartungen positiv, auch wenn sie nicht wisse, was jetzt genau auf sie zukommt. Positiv war auch ihr erster Eindruck von ihrer künftigen Klassenlehrerin: Als Claudia Weiland von der Schulleitung als neue Klassenlehrerin der 1c auf der Bühne vorgestellt wird, nickt die Sechsjährige zufrieden: „Die sieht nett aus.“

Quelle: op-online.de

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