Die Berliner sind los ...

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Das leckere Naschwerk ist in den unterschiedlichsten Regionen unter den verschiedensten Namen bekannt.

Ob Krapfen, Kreppel, Pfannkuchen oder Berliner: Schmalzgebackenes gehört zu Karneval einfach dazu. Das leckere Naschwerk ist in den unterschiedlichsten Regionen unter den verschiedensten Namen bekannt.

Während es im süddeutschen Raum Krapfen, im Frankfurter Raum Kreppel und im Norden Berliner heißt, nennen die Berliner das leckere Süßgebäck Pfannkuchen.

Einer Legende zufolge ist ein kriegsuntauglicher Berliner Bäckerjunge Erfinder des leckeren Schmalzgebäcks. Er soll, als Feldbäcker beim Regiment unter Friedrich dem Großen, ein rundes Hefefettgebäck hergestellt haben - nach dem Vorbild einer Kanonenkugel.

Feldbäcker briet „Kanonenkugeln“ in der Pfanne

Mitte des 18. Jahrhunderts wünschte sich dieser Bäcker nichts sehnlicher, als für seinen König, Friedrich II., den Siebenjährigen Krieg im Feld zu bestreiten. Hierzu kam es jedoch nicht, denn er wurde anderweitig verpflichtet: Als königlicher Feldbäcker war er für das leibliche Wohl der Soldaten verantwortlich. Aus Begeisterung darüber, so seinen persönlichen Beitrag zum Erfolg des Königreiches beitragen zu dürfen, kreierte er ein völlig neues Gebäck. Er fertigte Hefestücke, die in ihrer Form einer Kanonenkugel nachempfunden waren. Allerdings fehlte ihm ein Backofen, um die runden Teigstücke zu vollenden. So erhitzte er also eine Pfanne mit heißem Fett und backte die Hefekugeln über einer offenen Feuerstelle im Wald. Das erklärt auch, warum der Berliner in der Hauptstadt noch heute als Pfannkuchen bezeichnet wird.

Erst später wurde das Rezept erweitert und der Berliner durch ein süßes Innenleben aus Konfitüre oder Eierlikör verfeinert. Und so „rollt“ er heute durch Europa, denn selbst in Frankreich wird er heiß und innig geliebt, der „Boule de Berlin“.

Essen vorm Fasten

Als die Fastenvorschriften und -traditionen noch strenger waren als heute, rieten Geistliche dem einfachen Volk, sich in Vorbereitung auf die Fastenzeit besonders energiereich zu ernähren. So wurden bis Aschermittwoch alle noch im Haus befindlichen verderblichen Reserven wie Milch, Eier und Fettvorräte verbraucht und anstelle von Brot kam der gehaltvolle Berliner auf den Tisch.

Quelle: op-online.de

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