„Bibi Blocksberg“ als Musical im Capitol

Manchmal hilft nur Zauberei

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Die Junghexen Schubia und Bibi hecken etwas aus.

Offenbach - „Eene meene Hexenkunst“ - wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, nach Lust und Laune das wegzaubern zu können, was einem das Leben schwer macht, oder gar Wünsche wahr werden zu lassen. Von Maren Cornils

So wie Bibi Blocksberg: Die kleine, vor mehr als 30 Jahren von der Britin Elfie Donnelly erfundene Hexe weiß allerhand Zaubersprüche und hext sich mit ihrer Freundin, der Punkerhexe Schubia, munter durchs Leben. 109 Abenteuer hat die vor allem bei Sechs- bis Zehnjährigen beliebte Fantasiefigur mit dem blonden Pferdeschwanz bereits bestanden, in „Bibi Blocksberg - das Musical“ konnten kleine und große Zuschauer nun im Capitol Offenbach erleben, wie die beiden vorwitzigen Junghexen den Rosengarten von Schloss Klunkerburg vor den Abrissplänen des fiesen Bürgermeisters bewahren. Ein poppig-buntes Spektakel mit viel Gesang und einer wunderschönen, äußerst wandlungsfähigen Kulisse.

Der Rosengarten, geheimer Treffpunkt von Bibi und Schubia, soll einem Hubschrauberlandeplatz weichen. Doch leider hat das Stadtoberhaupt seine Rechnung ohne die Nachwuchshexen gemacht, die den Abriss mittels Zauberkraft zu verhindern suchen. Leider ohne Erfolg. Von Bibis Mutter und Oberhexe Walpurgia erfahren sie jedoch, dass es sich bei der im Schlossgarten stehenden Statue in Wirklichkeit um die Hexe Coronaria handelt, die 333 Jahre zuvor zur Strafe in Stein verwandelt wurde. Die Neugier von Bibi und Schubia ist geweckt - und mit allerlei Hokuspokus versuchen die Mädchen, die Hexe zum Leben zu erwecken, um dem Bürgermeister das Leben schwer zu machen. Dumm nur, dass sich Coronaria so gar nicht kooperativ zeigt. Am Ende aber macht das listenreiche Trio mit Hilfe der Schlossgespenster dem geldgierigen Bürgermeister den Garaus und es zieht wieder Frieden ein im Hause Blocksberg - ganz so, wie es sich für das Ende eines Kindermusicals gehört.

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Marcel Gödde (Drehbuch) und Uwe Vogel (Musik & Regie) hauchen Donnellys Geschichte gewaltig Leben ein und verwandeln sie in ein spannendes, auch für Erwachsene unterhaltsames Singstück, in dem nach Herzenslust zu eingängigen Songs gerappt, geswingt und im Chor gesungen werden darf. Eine Aufgabe, der das Ensemble des Cocomico Theaters Köln mit Spielfreude nachkommt. Lichteffekte, Wolfsgeheul, viel Trockeneis und eine gruselige Coronaria freilich sorgen dafür, dass einige der jüngsten Zuschauer in entsetztes Geheul ausbrechen.

Quelle: op-online.de

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