Bunte Teenagerträume

Frankfurt - Unheimlich bunt und mitunter sehr laut fegt das Musical Grease derzeit durch die Alte Oper. Applaus gibt es reichlich, an einigen Stellen herzhaftes Gelächter, doch aus sich heraus gehen oder gar mittanzen kommt nicht in Frage. Von Anke Steinfadt

„Typisch Frankfurter Publikum!“ raunt jemand.

Das Ensemble rund um die Hauptdarsteller Lars Redlich (Danny) und Joana Fee-Würz (Sandy) ist gut aufgelegt und überzeugt tänzerisch und gesanglich – zumindest solange die Stimmen tontechnisch nicht übersteuert werden. Intensiv geraten die Balladen, von denen „Sandy“ und „Hopelessly Devoted To You“ die eindringlichsten sind; rauschhaft die Gruppenformationen, wenn zwanzig Darsteller über die Bühne wirbeln. Regelrecht umgefegt wird man als die „T-Birds“ zu „Greased Lightning“ den chromglänzenden Cadillac betanzen.

Die Geschichte über die erste große Liebe, über Cliquengehabe und Teenagerträume zählt seit nunmehr 40 Jahren zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten, 1993 hat Regisseur David Gilmore den Klassiker in London neu inszeniert und später speziell für den deutschsprachigen Raum überarbeitet. Die Songs halten sich am Original und auch die Handlung (in deutscher Sprache) bietet keine Neuerungen, abgesehen von einer parodistischen Note. Deutlich modernisiert erscheinen Choreographie, Lichttechnik und Bühnenbild.

Insgesamt zwölf Mal wechseln die Szenen. Nach kurzen Momenten intensiver Dunkelheit taucht jeweils ein neues Bild auf. Ein Effekt, als blättere man in einem Pop-up-Buch die Seiten um: vom rosa Mädchenzimmer zum Schrottplatz und weiter in den „Burger Palace“. Zusammen mit den quietschbunten Röcken und anderen Requisiten gelingt ein lebendiges Bild der 50er Jahre in Amerika. Die coolen Jungs tragen Schwarz und das obligatorische Übermaß an Schmiere im Haar.

Nach zwei Stunden, in denen die unsichtbar im Hintergrund agierende Live-Band sowie die Sänger und Tänzer perfekt aufeinander abgestimmt agieren, gibt es ein schillerndes Finale mit „You’re The One That I Want“. Das folgende Medley aus allen temporeichen Nummern hat Abschlussfeuerwerk-Charakter.

‹ „Grease – Das Musical“ bis 13. April in der Alten Oper

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de / Fabian Voswinkel

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