Charmante Verführung

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Mit Reizen geizt Daniela Dett als Irma keineswegs, Daniel Große Boymann als Freier kann sich dem kaum entziehen.

Frankfurt - „Bonsoir mesdames, bonsoir messieurs!“, begrüßte Barmann Bob (Charles Elkins) das Premierenpublikum im ausverkauften Saal der Frankfurter Komödie. Und kündigte sogleich eine Geschichte an über Blut, Leidenschaft und Tod. Ganz großes Kino also. Und zu viel versprochen hat er nicht. Von Franziska Ehrhardt

Die herzzerreißende Liebesgeschichte „Irma La Douce“ dreht sich um das Pariser Freudenmädchen Irma, das sich in den mittellosen Jurastudenten Nestor verliebt, von einem bürgerlichen Leben mit ihm träumt und sich dennoch den ungeschriebenen Gesetzen des Milieus nicht entziehen kann. Der eifersüchtige Nestor beginnt ein aufreibendes Doppelleben als Freund und reicher Freier zugleich, um seine Irma von der Prostitution abzuhalten. Das Verwirrspiel spitzt sich zu, als Nestor schließlich beschuldigt wird, sein Alter ego ermordet zu haben…

Unter der Regie von Komödien-Chef Claus Helmer kommt zusammen, was zusammen gehört: Mitreißende Schauspieler, liebevolle Kostümierung und handgemaltes Bühnenbild, eine originelle Choreografie mit unterhaltsamen Tanzeinlagen und vielen Gags sowie vor allem viel Hinwendung zum Detail.

Happyend mit viel Humor

Daniela Dett bezaubert nicht nur charmant und sexy, sondern auch gesanglich als Irma, Daniel Große Boymann brilliert in der Doppelrolle als Nestor und Freier, und, besonders unterhaltsam, die vierköpfige Gangster-Truppe (Hartmut Schröder, Elmar F. Kühling, Ivan Vrgo, Carl Archleitner), welche die Liebesgeschichte um Irma und Nestor bis zum Happyend mit viel Humor und Wandelbarkeit garnieren. So lässt Irma La Douce große Gefühle erleben, von Herzen über Situationskomik und Wortwitz lachen und alles außerhalb des Theatersaals vergessen – wunderbare Unterhaltung.

Weitere Termine

Bis 24. Januar 2010 jeweils Dienstag bis Samstag um 20 Uhr, Sonntag um 18 Uhr.

Quelle: op-online.de

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