Interview mit Mundstuhl und Mike Krüger

Frankfurt - Vier Stunden lang wurden in der Alten Oper Witze gerissen. Und das nicht von irgendwem, sondern von „Du musst doch nur den Nippel durch die Lasche zieh‘n“-Mike Krüger, Mundstuhl und vielen weiteren TV-bekannten Comedy-Gesichtern.  Von Maren Cornils  

Wenn sich neun Komiker vom Schlage eines Mike Krüger, Ausbilder Schmidt oder Knacki Deuser auf der Bühne der Alten Oper Frankfurt versammeln, um ein mehr als vierstündiges Gag-Feuerwerk zu zünden, dann verdient dies konsequenterweise den Titel Marathon. Dass es trotz der hohen Witz-Dichte ausreichend Pausen zum Luft holen gab, war der Tatsache zu verdanken, dass nicht jeder der neun Künstler die gleiche Qualität besaß.

Während beispielsweise Lutz von Rosenberg-Lipinsky oder Night-Wash-Moderator Knacki Deuser ihre Pointen fast im Sekundentakt abfeuerten, kam Komiker Hans Hermann Thielke eher bieder daher. Und das martialische „Morgen, Ihr Luschen“-Gebrüll von Ausbilder Schmidt oder die derben Späße von Mundstuhl waren nicht jedermanns Geschmack.

Unser Video zum Backstage-Interview mit Mike Krüger gibt es hier.

Mike Krüger stimmte schon nach nicht einmal fünf Minuten seinen 30 Jahre alten Gassenhauer „Du musst doch nur den Nippel durch die Lasche zieh’n“ an – und das Publikum tobte. Mit einem Lied hatte zuvor Comedy-Kollege Thielke für Stimmung gesorgt: Er lieferte, im albernen gelben Umhang, als Supermann für Arme mit einer Passage aus seinem „Post-Musical“ „Eilbrief aus Zarrentin“ den Beweis dafür, dass Comedy sinnfrei sein darf.

Nicht unbedingt als Komiker verstand sich FFH-„Dummfrager“ Boris Meinzer, der deshalb jedoch nicht weniger komisch war. Die in viereinhalb Stunden versammelten Gags besitzen nicht unbedingt kabarettistisches Niveau und kommen mitunter als schlimme Kalauer daher – ein Konzept, das man mögen muss, das aber bestens unterhält, wie ein begeistertes Publikum beim großen Bühnenfinale bewies.

Quelle: op-online.de

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