Rund um Fastnacht

Viele Narren

Die Narren sind los

Nachwuchsprobleme kennen Karnevalsvereine nicht, was bei über drei Millionen Karnevalisten und mehr als 6.000 Karnevalsgesellschaften bundesweit nicht verwunderlich ist. 700 weitere Gruppen kamen im Dachverband bei der Wiedervereinigung dazu.

(mG) - Die Karnevalshochburgen wie Köln (480 Zusammenschlüsse) sowie Mainz (circa 460), Düsseldorf (etwa 340) und die badische Pfalz (ungefähr 330) führen die Rangliste vor Thüringen (rund 300), dem Rhein-Sieg-Kreis (cirka 270), Aachen (etwa 220) und Münster (ungefähr 190) an.

Karnevalshochburg Köln


Der Kölner Karneval wird traditionell am 11.11. um 11 Uhr 11 auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt eröffnet. Gefeiert wird an diesem Tag aber nicht nur vor einer großen Bühne inmitten tausender Jecken auf dem Heumarkt selbst, sondern in der gesamten Altstadt.
Auch wenn der eigentliche Straßenkarneval erst drei Monate später beginnt, so wird am Tag der Eröffnung trotzdem auch auf der Straße und in den Kneipen der Innenstadt kostümiert gefeiert. Und damit ist nicht Baggern und Saufen gemeint, sondern echter "Spaß an der Freud".

Die offizielle Karnevalssession beginnt schon weit vorher im Januar. Es gibt hunderte Karnevalssitzungen, darunter auch reine Damen- und Herrensitzungen sowie Kinder- und Vereinssitzungen.


Mehr Informationen zum Kölner Karneval unter:

Tourismus Köln

 

Die Mainzer Fastnacht


Die Mainzer Fastnacht ist das Mainzer Volksfest, die berühmte 5. Jahreszeit. Fastnacht, das sind drei tolle Tage und vier durchjubelte Nächte. Fastnacht in Mainz ist aber auch ein Stück Stadtgeschichte, ein kulturgeschichtliches Phänomen, das durch die bekannte Fernsehsendung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" die närrische Hochburg weit über die lokalen Grenzen hinaus bekannt gemacht hat.

Mehr Informationen zur Mainzer Fastnacht unter:

Landeshauptstadt Mainz

Düsseldorf - Die Karnevals-Hochburg


Karneval hat auch in Düsseldorf eine beachtliche Tradition. Begonnen hat es hier mit den mittelalterlichen Reiter- und Ritterspielen, mit Bällen und Kostümfesten bei Hofe. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts kam dann das Vergnügen dazu, die Obrigkeit auf die Schippe zu nehmen. Da wurden die militärischen Bräuche, die Franzosen und Preußen ins Rheinland gebracht hatten, entsprechend persifliert. Gardeuniform und Holzgewehr, Tanzmariechen samt Tanzoffizier und die närrisch-gelockerte Disziplin der Garden, aber auch Orden und Ehrenzeichen sind Anleihen an die martialische Zeit. In Düsseldorf wurde 1825 der erste Prinz gekürt und ein Rosenmontagszug gestartet. Das war nur zwei Jahre später als in Köln und elf Jahre früher als in Mainz. Seitdem zieht der Zug alljährlich, und nur Kriegs- und Notzeiten konnten ihn stoppen. Als 1949 erstmals nach den schlimmen Jahren der Zug wieder durch die zerstrümmerte Düsseldorfer Innenstadt zog, da war dies für sehr viele ein Zeichen für den ungebrochenen Lebenswillen der Rheinländer.

Nach dem bunten Treiben in den Sälen der ganzen Stadt sind die Narren dann richtig eingestimmt für die letzte Phase des bunten Treibens, für die "tollen Tage". Straßenkarneval hat auch in Düsseldorf beachtliche Bedeutung gewonnen. Es beginnt am Donnerstag vor Rosenmontag. Da haben die Möhnen, die "alten" Frauen, das Sagen. Sie stürmen das Rathaus, besetzen den Wochenmarkt auf dem Karlplatz. Die Männer haben nur noch wenig zu bestellen.
Am Karnevalssonntag ist dann Generalprobe auf der Königsallee. Den ganzen Tag über geben sich die Kostümierten ein Stelldichein. Ganze Familien, Kegelklubs oder Freundeskreise sind unterwegs, oft genug das Fässchen Bier im zum Bagagewagen umfunktionierten Kinderwagen dabei. Von Jahr zu Jahr sind es mehr geworden, die diese Selbstdarstellung auf der Kö besorgen.

Mehr Informationen zum Düsseldorfer Karneval unter:

Landeshauptstadt Düsseldorf

Narri, Narro - Fastnacht in Baden-Württemberg


Am letzten Donnerstag vor dem Fasnetsmontag stürmen die Narren die Rathäuser und die "fünfte Jahreszeit" treibt ihrem Höhepunkt entgegen. Dann knallen wieder laute Peitschenschläge durch die Luft, die erfüllt ist vom Lärm ungezählter Schweinsblasen, Ratschen und Schellenklang oder der herrlich schrägen „Guggenmusik“ mit ihren eigenwilligen Rhythmen und den phantasievollen Kostümen der Musikanten. Wilde Gesellen, Geister, Dämonen, Hexen, Narros, Hansele und Hobbele treiben in Stadt und Land ihr „Unwesen“.


Die schwäbisch-alemannische Fastnacht ist bekannt für ihre aufwändig gestalteten Kostüme („Häs“), zu denen die typischen Masken gehören. Diese fallen mal urig, mal streng und mal schrill aus, und jede hat ihre eigene Geschichte und Bedeutung. So symbolisieren zum Beispiel fratzenhafte Tiermasken die sieben Todsünden, und natürlich dürfen auch Hexen und Teufel aller Spielarten nicht fehlen. Fast jede Region hat außerdem noch ihre ureigenen Masken aus lokaler Tradition. In der fränkisch-alemannischen Fastnacht dagegen sind Masken eher selten, hier wird vor allem auf der Straße gefeiert, mit den so genannten Krachkapellen.

Mehr Informationen zur Fastnacht in Baden-Württemberg unter:

Tourismus Baden-Württemberg

Die Narren sind los in Thüringen!


Wenn auch der Thüringer Karneval nicht so bekannt ist, so werden doch auch viele Thüringer in der Faschingssaison zu einem närrischen Volk.


Nach wie vor relativ unbekannt ist, dass das thüringische Wasungen sogar zu den ältesten Karnevalshochburgen Deutschlands zählt. Hier wird nachweisbar bereits seit 1524 Fastnacht gefeiert. Und wie es sich für eine Stadt gehört, die schon so lange die Faschingstradition pflegt, hat der Wasunger Karneval eine Reihe von Eigenheiten. So gibt es zum Beispiel kein Prinzenpaar, sondern nur einen Prinzen, dem zwei weibliche Pagen zur Seite stehen. Höhepunkt der Karnevalssaison ist der Große Festumzug, der jeweils samstags vor Aschermittwoch stattfindet.


Doch auch in anderen Thüringer Städten und Gemeinden hat sich zur Narrensaison ein intensives Faschingstreiben mit Festumzügen und Prunksitzungen entwickelt.


Besonders sehenswert ist auch der große Karnevalsumzug in der Landeshaupstadt Erfurt, der am Sonntag vor Rosenmontag durch die Altstadt zieht.

Mehr Informationen zum Thüringer Karneval unter:

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