Rund um Fastnacht

Feiern in Ivrea, Ashbourne oder Gualeguaychú

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Karneval in Köln, Rio und Venedig - das sind die bekannten Klassiker.


München (ots) - Karneval in Köln, Rio und Venedig - das sind die bekannten Klassiker. Andere Städte haben aber auch wilde Feste: lastminute.de, stellt die außergewöhnlichsten Faschingsevents von Ivrea über Shrovetide bis Gualeguaychú vor - hier wird bei Orangenschlachten, riesigen Fußballmatches und Feuerspektakeln gefeiert, manchmal auch noch im Mai.

Italien: Orangenschlacht in Ivrea

Denkt man an Karneval in Italien, denkt man an Venedig - elegant und geheimnisvoll. Unvorstellbar, dass sich hier die Maskierten mit Orangen bewerfen. Genau das passiert beim historischen Karneval in Ivrea, nahe Turin: die “battaglia delle arance“, die Orangenschlacht. Kostümierte bewerfen sich ohne Gnade mit mehreren hundert Tonnen Orangen - eine Tradition, die bis in das 19. Jahrhundert zurückgeht. Die Orangenschlachten finden 2009 vom 22. bis 24. Februar statt.

England: Riesenkick in Ashbourne

Das Shrovetide-Fußballspiel findet jedes Jahr an Faschingsdienstag und Aschermittwoch statt - in Ashbourne, Derbyshire. Hört sich modern an, wird aber seit dem 12. Jahrhundert so gemacht. Das Spiel findet statt auf einem fünf kilometerlangen Fußballfeld, entsprechend gibt es auch statt elf mehrere hundert Spieler. Zwei Tage lang wird jeweils acht Stunden lang gekickt - Regeln gibt es nur wenige: das Transportieren des Balls mit einem Fahrzeug beispielsweise ist nicht erlaubt. Kostüme gibt es hier nicht - so war auch der Prince Charles, der 2003 das Fußballspiel eröffnete, der echte und kein maskierter.

Dominikanische Republik: Wild und laut in Concepción de la Vega

Jeden Sonntagnachmittag im Februar erscheinen in der Innenstadt von La Vega die “hinkenden Teufel“ (“Diablo Cojuelos“) in bunten Kostümen und Masken. Mit Sandsäckchen oder luftgefüllten Ballons dürfen sie willkürlich Menschen schlagen. Aber keine Angst, es gibt Regeln, wie die Schlagwerkzeuge sein dürfen, damit bei diesem Spaß niemand verletzt wird. Wild und laut geht es hier zu, denn Salsa- und Merengue-Rythmen fehlen natürlich nicht.

Mexiko: Adios schlechte Laune in Veracruz

Im mexikanischen Veracruz wird seit Ende des 19. Jahrhunderts Karneval gefeiert - ein neuntägiges karibisches Spektakel, das mit der Verbrennung der schlechten Laune beginnt. Es folgen Salsa- und Sambatänze, eine riesige Parade und die Krönung des “hässlichen Prinzen“. Wer hierbei nicht in die engere Wahl kommen möchte, dem sei eine gute Maske angeraten.

Brasilien: Salvador da Bahia wird vom dicken König regiert

Größer noch als der Straßenkarneval von Rio ist der von Salvador da Bahia. Sechs Tage und sechs Nächte feiern um die 1,5 Millionen Menschen durch bis Aschermittwoch. Der dicke “Rei Momo“, der Karnevalskönig, bekommt vom Bürgermeister den Stadtschlüssel - und damit ist klar, dass die nächsten Tage Spaß und Ausgelassenheit regieren: bei den Tänzen der Sambaschulen und bei den riesigen Umzügen durch die Straßen.

Spanien: Cádiz - Fest auf der Straße

Cádiz in Andalusien, sonst beschaulich, dreht zu Karneval richtig auf. Seit dem 17. Jahrhundert wird gefeiert, damals um den Karneval von Venedig zu übertreffen. Bestandteile sind Flamenco, Samba und afrikanische Rhythmen, es wird getanzt, gesungen, Politiker werden nachgeahmt und verhöhnt. Auf dem Platz vor der Kathedrale treten Stars der spanischen Musikszene auf - auf der Plaza de las Flores hingegen singen Familien und Freunde oder Kollegen. Die Umzüge finden am Sonntag vor und am Sonntag nach Aschermittwoch statt.

Dänemark: Der größte Karneval Nordeuropas in Aalborg

Das dänische Aalborg feiert den größten Karneval Nordeuropas mit bis zu 25.000 Karnevalisten, die bei der großen Parade teilnehmen, und über 100.000 Zuschauern. Zu bestaunen gibt es bunte Kostüme und Tänze aus allen Ecken der Welt. Die Besonderheit: jeder kann bei der “Grand Parade“ teilnehmen - auch die Zuschauer.

Argentinien: Gualeguaychú - die Hauptstadt des argentinischen Karnevals

Gualeguaychú, die Hauptstadt des argentinischen Karnevals, ist außerhalb der Karnevalszeit eher ruhig - im Februar aber verwandelt ein farbenfrohes Spektakel die Kleinstadt, das tausende von Zuschauern anlockt. Der Umzug mit ungewöhnlich phantasievollen Kostümen findet im Corsódromo statt - einem langen, von Tribünen gesäumten Stadion, in dem an die 40.000 Besucher Platz finden.

Schweiz: Liestal ist feurig

Am Sonntag vor der Basler Fasnacht, dieses Jahr am 1. März, werden beim grandiosen “Chienbäs“-Umzug, einem einzigartigen Feuerspektakel, Hunderte bis zu 80 Kilo schwere Fackeln und Dutzende Wagen mit riesigen Flammen durch die Altstadt gezogen. Wichtige Besucherinformation: an Fasnacht duzen sich hier alle.

Finnland: Waghalsige Schlittenfahrt in Helsinki

Laskiainen ist der finnische Faschingsdienstag - am Nachmittag treffen sich die Studenten im Stadtpark Kaivopuisto zum Rodeln. Herkömmliche Schlitten haben hier keine Chance: die technisch versierten Teilnehmer der Technischen Uni trumpfen auf mit wahren Höllengefährten. Fasching der schnittigen Art.

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