Narren feiern die fünfte Jahreszeit in bunten Kostümen

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Tausende Fans des Karnevals fiebern seit Wochen dem närrischen Treiben entgegen. Mit der Weiberfastnacht am 19. Februar erreicht die Fastnachtszeit, die traditionell mit dem Dreikönigstag begonnen wird, ihren Höhepunkt. Sechs Tage lang gilt dann fast überall in der Ausnahmezustand. Je nach Region heisst es "Helau", "Alaaf" oder auch "Wuppdika" - gefeiert und geflirtet jedenfalls wird ausgiebig.

Die fünfte Jahreszeit hat die heiße Phase erreicht und steuert direkt auf ihren Höhepunkt, den Rosenmontag, zu. Bis dahin wird noch in vielen Städten und Gemeinden Hessens geschunkelt, getanzt und gelacht. Doch bevor es für die Jecken auf den Sitzungen und Maskenbällen richtig losgehen kann, steht die Wahl des passenden Kostüms an. Wie bei der alltäglichen Mode, gibt es auch bei den Fastnachtskostümen jedes Jahr neue Trends.

Frankfurt/Main (dpa) - „In dieser Kampagne ist alles farbenfroher und bunter als in den vergangen Jahren“, sagt Martin Wehner, der Vorsitzende des Karneval-Verbands Kurhessen. Ihm sei bei den ersten Sitzungen aufgefallen, dass viele Narren sich originell und farbenfroh verkleiden würden. Vor allem Prinzessinnen, Teufel und Clowns habe es zu sehen gegeben. Dunkle Augenlider und zerrissene Netzstrümpfe seien dieses Jahr gar nicht angesagt. „Davon abgesehen geht aber eigentlich alles, was die guten Sitten nicht verletzt“, weiß Wehner.

MAMA MIA! - Das Musical von Benny Andersson und Björn Ulvaeus verbindet ABBAs größte Hits mit einer wundervollen, temporeichen Liebesgeschichte: Es geht um den Mut seine Träume zu verwirklichen, um Liebe, Freundschaft und Familie, aber auch um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Ein junges Mädchen steht kurz vor ihrer Hochzeit, während die Mutter mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

Barbara Göttler vom Karneval Depot in Frankfurt bekräftigt die Tendenz zum Bunten. „Um dieses Jahr voll im Trend zu liegen, sollte man zu einer Verkleidung aus den 70er Jahren greifen“, rät sie. Auch Rock n' Roll Kostüme seien der Renner. Diese Modeerscheinung hat auch der Kostümverleih Ziege & Harjes in Kassel festgestellt. Außerdem seien vor allem bei Paaren altertümliche Verkleidungen gefragt. „Wenn die Frau als Cleopatra geht, dann greift der Mann oft zum Römer Kostüm“, sagt der Inhaber Dirk Vogel. Bei Sabine Bruder vom Gewandhaus Bruder in Griesheim greifen Paare hauptsächlich zu Kostümen aus Barock und Renaissance. Auch Klassiker wie Cowboy oder Indianer würden immer wieder gern genommen.

Göttler und Vogel erklären, dass die Kostümtrends hauptsächlich von Fernsehen und sonstigen Aufführungen wie Theater oder Musicals beeinflusst werden. Die Nachfrage in dieser Kampagne nach den 70er Jahre Kostümen sei beispielsweise dem Musical „Mama Mia“ zu verdanken. Wie schnell das Interesse auch wieder vorbei sein kann, könne man am Piratenkostüm sehen. „Durch den Kinofilm “Fluch der Karibik“ gab es in den letzten Jahren ein großes Interesse nach Seeräubern und Freibeutern“, erklärt Vogel. Die Nachfrage nach diesen Verkleidungen sei in diesem Jahr fast vollständig abgeebbt.

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