Mit Schellen und Rasseln das Kinderprinzenpaar geweckt

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Stilecht im Morgenmantel ging es gestern zum Wecken des Kinderprinzenpaars.

Babenhausen - Wer es gestern Morgen in der Ludwigstraße immer noch nicht wusste, dass die Prinzessin des Kinderprinzenpaares hier wohnt, bekam es spätestens um kurz nach 10 Uhr mit: Da stand das traditionelle Wecken der jungen närrischen Hoheiten an.

Mit viel Lärm und inbrünstigem „Babenhausen Helau“ zogen rund drei Dutzend Fastnachter vor die Hausnummer 24, um mit viel Getöse die vermeintlichen Langschläfer aus dem Bett zu holen.

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Dabei wurde allerhand an Schellen, Tröten und Rasseln bemüht, so dass so mancher Nachbar in der Ludwigstraße den Vorhang zurück zog, um besser zu sehen, was denn da gerade auf der „Gass“ stattfindet. Sogar ein paar Knallfrösche gingen hoch, die einige Narren des CVB wohl fürsorglich an Silvester zurückgelegt hatten. Der Lärm zeigte alsbald Wirkung, als nur wenige Sekunden später der Rollladen im ersten Geschoss hochgezogen wurde. Prinzessin Ann-Kathrin I. (Haas) und Prinz Jonas I. (Rauschenbach) wirkten nicht allzu müde, was an der Belohnung für die morgentlichen Besucher sichtbar wurde. Mit viel Elan wurde allerlei Süßes als Dank aus dem Fenster geworfen. Hinderlich war nur der kleine Vorgarten, in dem so mancher Plombenzieher in den Gewächsen und Sträuchern verschwand. Trotzdem hatten vor allem die kleinen Besucher alle Hände voll zu tun, die Süßigkeiten aufzulesen.

Für die großen Narren hatten die Eltern des Prinzenpaares und der Pagen einen Imbiss vorbereitet. Auf sie wartete neben belegten Brötchen und Kuchen auch heiße Wurst. Dass man das Haus der Prinzessin zum Wecken gewählt hatte lag daran, dass der Prinz aus Harreshausen kommt und sich hier die Anreise für einige Vertreter des Weckkommandos schwieriger gestaltet hätte als in der Kernstadt. So musste der junge Prinz schon in den frühen Morgenstunden den Weg in die Kernstadt gefunden haben. „Oder hat er vielleicht bei der Prinzessin übernachtet?“, wurde in der illustren Runde gescherzt.

Die Fastnachter traten zum Teil mit Bademänteln auf, um ihre Solidarität mit den Tollitäten zu zeigen. Vor allem für den heutigen Dienstag werden noch mehr Bademantel- und Schlafanzug-Träger erwartet: Denn beim „großen“ Prinzenpaar ist das Wecken wegen des Umzugs schon recht früh um 7 Uhr. Der „Anreiseweg“ für die Narrenschar hält sich auch hier in Grenzen: Zwar wohnen Carmen und Bernd Breer in Sickenhofen, doch da auch Fastnachter in der Regel kurze Wege lieben, habe man das Prozedere kurzerhand in die Amtsgasse und damit in ein Elternhaus der beiden Regenten gelegt. „Der Anmarsch auf das Haus wird auch hier nicht leise“, versprach CVB-Vorsitzender Klaus Fengel.

Michael Just

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