Umzug war Zugnummer

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Von Regen und lausiger Kälte liessen die Narren in Urberach sich den Spaß nicht verderben.

Urberach - (bp) „Urwerach is ja ganz schee. Awwer wenn des Wedder immer so is, komm isch hier net mer her.“ Mit seinem durchs tropfnasse Mikro verbreiteten Kommentar hatte der Frontmann des 1. Messeler TSC und KV Narhalla beim Rosenmontagszug in Orwisch nur eingeschränkt Recht. Denn das Wetter war zweigeteilt.

Wie im April, nur ein bisschen kälter. Während der Zugbeginn um 14.33 Uhr bei lausigen sechs Grad unter dichtem Regen litt, verwöhnte eine knappe Stunde später die Sonne das Ende des närrischen Lindwurms.

Da machte es den Offiziellen auf der Bühne (und natürlich auch dem Publikum) sichtlich mehr Freude, das närrische Treiben auf der Straße zu beobachten und klatschend zu begleiten. Für Hunderte Bonbons war es da freilich schon zu spät. Sie lagen unbeachtet in Pfützen und weichten vor sich hin.

Der guten Laune konnte die Dusche vom Himmel bei vielen nichts anhaben. Zuschauer und Teilnehmer nahmen es eher sportlich. Folglich konnten Werner Popp, Vorsitzender des Zug-Organisators KSV, Bürgermeister Roland Kern, Stadtrat Alexander Sturm und Stadtverordnetenvorsteherin Maria Becht die insgesamt 38 Zugnummern komplett am Dalles in Empfang nehmen und vorstellen. Und in der Tat präsentierten sich die Zugnummern trotz der anfänglich widrigen Witterung als wahrhafte Zugnummer.

Rosenmontagsumzug in Urberach

Natürlich nahmen gleich mehrere Motivwagen das lokale Geschehen aufs Korn. Zum Beispiel die „Orwischer Buwe“. Sie hatten in Form der „Rodau-Arena-Aktien“ die passende Finanzspritze dabei, die zum Bau des Stadions dringend erforderlich wäre.

„Vorfahrt nur für Blinne. Koa Bolizei meer im Ort, mer mache nur noch Dienst am Kreisel dort“, meinte hingegen die lustige Polizeitruppe um Norbert Rink. Sie glossierte mit ihrem Wagen das planerische Durcheinander am Ober-Röder Kreisel, Höhe des Friedhofs. „Thronfolger in großer Schar ersetzen unser Prinzenpaar“, ließ hingegen die Jugendfeuerwehr Ober-Roden wissen. Als Schneemänner kam der Urberacher „Querfeld-Oi-Trupp“ daher. Gut, dass die coole Truppe weit entfernt war von den feurigen Teufeln der Katholischen Frauengemeinschaft und der TG AH-Fußballer mit ihrem „Höllentor“. Teufel und Schneemänner: das verträgt sich nicht.

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