Es darf wieder getanzt werden

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Für 2010 setzt der Mousonturm weiter auf Eigenproduktionen. Dabei ist ein wichtiger Höhepunkt der erste Auftritt am 6. Mai von „Kidd Pivot Frankfurt RM“.

Frankfurt - „Wir haben ein Stammpublikum, das sehr risikobereit ist“, sagt Dieter Buroch, Geschäftsführer und Intendant des Frankfurter Künstlerhauses Mousonturm. „Die Leute vertrauen uns wohl aber auch, dass wir mit unserer Programmauswahl nicht so daneben liegen“, lacht er. Von Kathrin Rosendorff

Er hat auch gut lachen, denn die Besucherzahlen 2009 haben sich um 9,2 Prozent trotz Wirtschaftskrise gesteigert. Knapp 77.000 Zuschauer besuchten die 385 Vorstellungen, das entspricht einer Auslastung von 88 Prozent. So sei „richtig gut Geld reingekommen“, auch die Kulturpolitik sei ihnen wohlgesonnen. Der Umsatz lag bei mehr als sechs Millionen Euro. Dabei kamen knapp 40 Prozent der Einnahmen durch den Verkauf von Eintrittskarten und Sponsoren in die Kasse, den Rest steuerte die Stadt Frankfurt bei. Das sah 2002 ganz anders aus: Da kamen nur sieben Prozent der Einnahmen aus dem Kartenverkauf. Das Geld soll denn auch möglichst viel in die Künstler gesteckt werden, betont Buroch.

Für 2010 setzt der Mousonturm weiter auf Eigenproduktionen. Dabei ist ein wichtiger Höhepunkt der erste Auftritt am 6. Mai von „Kidd Pivot Frankfurt RM“, der neuen Kompanie für zeitgenössischem Tanz. Das ist nach der Auflösung des Frankfurter Balletts vor sechs Jahren ein bedeutender Schritt für Frankfurt, das seitdem kein eigenes Tanzensemble mehr vorzuweisen hatte. Das Geld für die Tanzgruppe kommt vom Kulturfonds Frankfurt Rhein/Main, in den das Land Hessen sowie mehrere Städte und Gemeinden einzahlen. Ebenfalls im Mai kommt das internationale Tanzfestival „Cutting Edge Move“.

Hochkarätige Gastspiele auf dem Programm

„Hier erhoffen wir uns auch viele Zuschauer aus anderen Städten“, sagt Buroch. Und so sollen für diese Veranstaltung die Werbeplakate auch in Hamburg und Köln aushängen. Im April ist das Festival „Plateaux“, das sich mit neuen Positionen der Darstellenden Kunst befasst, zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt ist das „Internationale Sommerlabor“ im August.

Wie schon 2009 stehen hochkarätige Gastspiele auf dem Programm des Mousonturms. Unter den Perlen internationaler Künstler (im vergangenen Jahr kam die Hälfte aller Künstler aus dem Ausland) sind die Ensembles der belgischen Choreografen Anne Teresa De Keersmaeker (Rosas), Jan Fabre und Alain Platel. 24 Premieren und Erst auffführungen stehen 2010 an, davon sind 15 Eigenproduktionen.

„Ein spannendes Programm wird das“, verspricht der Intendant. Und er hofft mit den Konzerten auch Junge neugierig zu machen. Es kommen Deutschlands Popwunder Get Well Soon (2. März) und die Elektropop-Sensation Hot Chip (14. März).

Quelle: op-online.de

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