Landkreis erhält insgesamt 54,4 Millionen Euro

Alle Maßnahmen genehmigt

Darmstadt-Dieburg - Eine gute Nachricht hat der Landkreis aus Frankfurt bekommen: Die Landestreuhandstelle teilte mit, dass alle vom Landkreis Darmstadt-Dieburg im Rahmen der Konjunkturprogramme des Landes und des Bundes angemeldeten Maßnahmen genehmigt werden. „Das Land hat anerkannt, dass unsere Projekte passgenau sind und so wie von uns vorgesehen umgesetzt werden können“, sagt Landrat Alfred Jakoubek.

Insgesamt erhält der Landkreis aus den beiden Konjunkturprogrammen 44,4 Millionen Euro - 27,6 Millionen vom Land und 16,8 Millionen Euro vom Bund - sowie zusätzlich zehn Millionen Euro für den Neubau der Psychiatrie an der Kreisklinik in Groß-Umstadt.

Mit der Zusage kann sofort mit der Umsetzung der insgesamt 28 angemeldeten Maßnahmen begonnen werden. Als positiv erweist sich jetzt, so teilt Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann mit, dass der Landkreis schon die Architektenleistungen für zehn Schulprojekte vergeben hat. Während in anderen Kommunen erst die Ausschreibungen - zum Teil europaweit - beginnen, kann im Landkreis Darmstadt-Dieburg intensiv in die Planungen eingestiegen werden. Bei der Friedrich-Ebert-Schule in Pfungstadt liegen die Pläne sogar schon in der Schublade, für den zweiten Bauabschnitt des Ganztagsgebäudes kann nun unverzüglich ein Bauantrag gestellt werden.

Angesichts der Fülle von Aufträgen an die Bauwirtschaft und vor dem Hintergrund, dass die Baumaßnahmen noch in diesem Jahr begonnen werden müssen, sehen Landrat Jakoubek und Kreisbeigeordneter Fleischmann mögliche Engpässe in der Abwicklung der Maßnahmen. Daher hat Landrat Jakoubek über den Hessischen Landkreistag, dessen Präsident er ist, ein Schreiben an das Land Hessen mit dem Hinweis gerichtet, die Landesregierung möge die Frist 31. Dezember 2009 noch einmal überdenken. Im Interesse einer nachhaltigen Bauweise, die eine detaillierte und aufwändige Planung benötigt, sollten, so Fleischmann, „Schnellschüsse aus Terminnot“ vermieden werden. Gerade bei Schulbauten seien intensive Gespräche, beispielsweise über die Raumplanung, mit allen Beteiligten notwendig.

Da in der Genehmigung der Landestreuhandstelle auch die Zwanzig-Prozent-Pauschale für die sogenannte Lernumfeldverbesserung enthalten ist und sofort ausbezahlt wird, können die fälligen 8,8 Millionen Euro gleich weiter investiert werden - zum Beispiel in den Aufbau eines Schulverwaltungsnetzes, in interaktive Tafeln oder in diverse Bauunterhaltungsmaßnahmen an Schulen. Mit Hochdruck begonnen werden können auch die Vorbereitungen für die Vorhaben, die der Landkreis zusammen mit den Kommunen in Angriff nimmt: fünf Sporthallen und einen Sportplatz.

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