Bankdaten ausgespäht

Darmstadt - Schon wieder hat die Polizei drei neue Fälle von Skimming an Geldautomaten in der Darmstädter Innenstadt festgestellt.

Der erste Fall wurde am Samstagmittag (29.5.) gegen 12 Uhr von einem Geldinstitut am Luisenplatz gemeldet. Zeugen hatten einen Vorsatz am Kartenlesegerät entdeckt, entfernt und dem Personal der Bank übergeben.

Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 06151/969 0.

Nach ersten Feststellungen dürfte die Vorrichtung zwischen 7 Uhr und 12 Uhr am Automaten angebracht worden sein. Ein Bankkunde in der Rheinstraße meldete noch am gleichen Tag einen Defekt am Einzugsschacht des Geldautomaten. Eine Überprüfung ergab, dass unbekannte Täter die Blende des Schachtes entfernt hatten. Seit wann dies der Fall war, steht noch nicht fest. Sicher ist, dass an dem Automaten zumindest am 25. Mai Kundendaten ausgespäht worden waren. Nach Angaben des Kommissariats für Skimmingfälle sind bereits mehrere Schadensfälle angezeigt worden.

Ein dritter Fall wurde an einem Geldautomaten zwischen Carree und Luisenplatz bekannt. Hier hatten die Ganoven den Original-Karteneinzugsschacht gegen einen selbsthergestellten ausgetauscht. Ein Zeuge hatte dies am Sonntag gegen 14.25 Uhr bemerkt und die Vorrichtung ausgebaut einer alarmierten Polizeistreife übergeben. Als Tatzeitraum gilt hier die Zeit ab Freitag nach 17 Uhr.

Die Polizei rät bei allen Transaktionen an Geldautomaten immer sehr vorsichtig und aufmerksam zu sein. Sollten sich Verdachtsmomente auf illegal angebaute Lesegeräte ergeben, sollten sich die Kunden unmittelbar mit dem Bankpersonal und der Polizei in Verbindung setzen.

Das Entfernen der Aufsatzgeräte sollte der Polizei überlassen werden.

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